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STAUNENSWERT AKTUELL: Nieder-
sachsens Ministerpräsident
Stephan Weil verwies beim Festakt
darauf, dass Leibniz seine Theorien 
stets an der Realität orientierte.
Fotos (3): von Ditfurth

STAUNENSWERT AKTUELL: Nieder-
sachsens Ministerpräsident
Stephan Weil verwies beim Festakt
darauf, dass Leibniz seine Theorien
stets an der Realität orientierte.
Fotos (3): von Ditfurth© Philipp von Ditfurth

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300. Todestag von Leibniz

Vermessung der besten aller Welten

Hannover ehrt seinen Universalgelehrten zu dessen 300. Todestag mit einem besonderen Gast: Der Schriftsteller Daniel Kehlmann durchmaß am Montagabend den Kosmos des genialen Geistes von Gottfried Wilhelm Leibniz. Zuvor gab es einen Lorbeerkranz am Grab des Genies.

Hannover. Wäre er nicht ein so unnahbar genialer Geist gewesen, es hätte ihn gestern Abend im Galeriegebäude Herrenhausen amüsiert: Der Schriftsteller Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Welt“) ehrte Gottfried Wilhelm Leibniz zu dessen 300. Todestag und holte ihn zum Festakt unsterblich zurück in die beste aller Welten.

Vor 360 Zuschauern breitete der schreibende Erfinder vieler Wirklichkeiten den Kosmos des Universalgelehrten aus, indem er die große Magie seines Geistes streifte. „Im Palast der Perspektiven“ titelte er seinen Vortrag und bekannte über Leibniz: „Er hat viel hinterlassen, wird aber selbst nicht recht sichtbar. Seine Seele hat keine Fenster.“ Es folgte ein kleiner Seitenhieb auf die geistige Enge des höfischen Hannovers damals, die der Stadt noch lange anhaften sollte: „Trotz seiner Genialität hat er es nicht geschafft, seiner Heimat dauerhaft zu entkommen.“

Kehlmann ist ein Glücksfall für den Abend. Er hat Leibniz offenbar so tief durchdrungen, dass er dem großen Kommunikator, dem Vordenker der digitalen Revolution, Ingenieur, Philosophen, Wissenschaftler tief in seine „beseelte Welt“ folgen kann - und das Publikum dabei mitreißt. Am Ende Bedauern: „Wie schön wäre es, wenn er mit seinen Ideen von der Unsterblichkeit recht hätte.“

Musikalisch begleitet wurde der Festakt vom norddeutschen Figuralchor (Leitung: Jörg Straube) mit dem Schwanengesang „Stabat Mater“ von Agostino Steffani. Ein Mönch, barocker Komponist und tragischer Zeitgenosse von Leibniz, der zur Einweihung des Theaters im Leineschloss 1689 die Oper „Enrico Leone“ geschrieben hatte. Das „Stabat Mater“ sei ein Meisterwerk, betonte Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD), das Steffani untrennbar mit Hannover verbinde. Sein erstes Resümee des Leibniz-Jahres: Er freue sich darüber, dass mit mehr als hundert Veranstaltungen nicht nur Leben und Werk beleuchtet wurden: „Wir haben auch Menschen erreicht, die sich noch nie mit Leibniz beschäftigt haben, und hunderte junge Menschen für seine Erfindungen begeistert.“

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) führte den frühen Vordenker Europas mit seiner globalen Weitsicht in die aktuelle Realität: „Die Einheit in der Vielfalt - nach wie vor ist es die beste Beschreibung der Bundesrepublik und auch eine Gesellschaft, die anzustreben ist.“


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     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok