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Meine Stadt Verkohlte Spuren des Hannover-Brandes
Hannover Meine Stadt Verkohlte Spuren des Hannover-Brandes
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00:16 02.03.2016
Quelle: Archaeofirm
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Hannover

Wie der für Hannover zuständige Bezirksarchäologe Friedhelm Wulf berichtete, ist es Göttinger Experten in einem Labor gelungen, das Alter von verbrannten Holzbohlen zu datieren, die in dem Keller gefunden worden sind. Laut Wulf wurden die für den Hausbau verwendeten Bäume um das Jahr 1177 geschlagen. Es stand beim Angriff des Stauferheeres also schon. „Das würde also zu dem Brand passen, den Heinrich der VI. gelegt hat“, sagt Wulf.

Überliefert hat die Geschichte Probst Gerhard im Kloster Stederburg mit den knappen Worten „Henricus rex civitatem Hanovere succendit“ (König Heinrich zündete die Stadt Hannover an). Stadtrechte hatte Hannover damals aber noch nicht. Auch die Befestigung befand sich noch im Aufbau. Klaus Mlynek und Waldemar Röhrbein schreiben in ihrer „Geschichte der Stadt Hannover“, dass „bei der damaligen Fachwer-, Flechtwerk- und Bohlenwandbauweise mit einer umfassenden Zerstörung gerechnet werden muss“. Einen archäologischen Nachweis eines Flächenbrandes für diese Zeit sei aber „nicht gegeben“.

Der Brandkeller an der Roßmühle könnte nun jedoch der erste Hinweis darauf sein. Dass Hannover überhaupt in das Visier von König Heinrich VI. geriet, lag daran, dass sich die Stadt im Machtbereich von Graf Konrad I. von Roden befand. Der stand stets treu an der Seite des Welfenherzogs Heinrich dem Löwen. Der wiederum stritt mit den Staufern um die Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation und war 1189 vorzeitig aus seinem Exil zurückgekehrt - der Anlass für den Feldzug gegen die Welfenstadt Braunschweig. Konrad von Roden brachte sich vor dem Heer der Staufer auf der Burg Limmer in Sicherheit. Diese war besser geschützt als Hannover und wurde nicht von Heinrich VI. erobert.

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