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Meine Stadt Verkehrschaos am Brückentag blieb aus
Hannover Meine Stadt Verkehrschaos am Brückentag blieb aus
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00:23 14.05.2018
ALLES IM FLUSS: Auch in Spitzenzeiten kam der Verkehr gestern nicht zum Erliegen. Ohne die Stadtbahnen ging es auch an vollen Kreuzungen bald weiter. Quelle: Fotos: Wallmüller
Hannover

Aus den schmerzlichen Erfahrungen am 30. April hatte man seine Lehren gezogen. Am Vortag zum 1. Mai waren der Verkehr an der Herschel- und der Kurt-Schuhmacher-Straße zusammengebrochen. Bis zu zwei Stunden steckten Kunden im Parkhaus fest. Zudem blockierten die Autos die Straßenbahnen der Linien 10 und 17. Die 10 musste kurzfristig unterirdisch fahren.

Die Stadt erklärt das Chaos mit einer technischen Störung des Verkehrsrechnersystems. Besonders die Ampeln an der Kreuzung Herschelstraße/Zufahrt Parkhaus ECE nicht wie geplant per Sonderprogramm, das sonst auch an Adventssamstagen läuft. „Mit diesem Programm erhält der Verkehr aus der Innenstadt heraus längere Grünzeiten“, erklärt Sprecherin Michaela Steigerwald. Die Schaltung ist insbesondere für den Verkehr in der Herschelstraße / Celler Straße von Bedeutung und soll den Abfluss aus den Parkhäusern verbessern. Am Freitag lief das Programm wie programmiert – und die Staus bleiben aus.

Auch die Üstra hatte prophylaktisch ihre Flanke geschlossen: Zwischen 11 und 19 Uhr führ die Linie 10 ab Hauptbahnhof unterirdisch und die Linie 17 nur zwischen Glocksee und Stadionbrücke. An der oberirdischen Haltestelle am Steintor und am Clevertor hatte sie zudem Mitarbeiter postiert, die den wenigen hilflosen Passagieren den Weg wiesen.

Der Andrang war aber auch nicht so heftig wie am 30. April, an dem 250 000 Menschen in die City wollten. Am Freitag waren es laut City-Gemeinschaft rund 220 000. Mehr Verkehr erwartet man allerdings für den Pfingstsonnabend, an dem die Linie 10 vorerst zum letzten Mal unterirdisch fährt. Ab dann soll die Bahn auf der für 55 Millionen Euro neu entstehenden oberirdischen Strecke bleiben.

„Bis zum nächsten Brückentag sind dann auch die Baustellen weg, die die Bahn behindern“, sagt Üstra-Sprecherin Katja Raddatz.

Von Simon Polreich

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