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ZU BILLIG VERKAUFT?Über den Preis, den Gundlachfür das Grundstück in Bothfeldzahlt, wird diskutiert.Foto: Dröse

ZU BILLIG VERKAUFT?
Über den Preis, den Gundlach
für das Grundstück in Bothfeld
zahlt, wird diskutiert.
Foto: Dröse

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Bothfeld

Verkauft die Stadt Bauland zu billig?

Ein Grundstücksverkauf in Bothfeld bringt die Verwaltung in Erklärungsnot.

Hannover. VON VERA KÖNIG

HANNOVER. Wie die NP erfuhr, werfen ihr Kritiker vor, bei einem Bauland-Verkauf in Bothfeld auf 1,6 Millionen Euro Einnahmen zu verzichten. Viel zu preiswert würde Land an der Bischof-von-Ketteler-Straße verscherbelt, heißt es.

Die Drucksache dazu ist vertraulich - die Abstimmung im Ausschuss für Arbeitsmarkt, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten ebenfalls. Für 125 Euro pro Quadratmeter will die Stadt 11 068 Quadratmeter Ackerland veräußern (Insgesamt: 1.383.500 Euro). Angeblich aber soll der Grundstückspreis dort sonst bei 270 Euro liegen - dann wären 2.988.360 Euro fällig. Verzichtet die Stadt also auf 1.604.860 Euro?

Zur Preisbegründung wird angeführt, es gebe „aktuell noch kein gültiges Baurecht“. 90 Prozent der Kaufsumme aber muss der Käufer erst dann bezahlen, wenn die Möglichkeiten zur Bebauung stehen.

Der städtische Acker macht nur etwa ein Achtel der Fläche aus, auf dem das Wohnungsbauunternehmen Gundlach Großes vorhat. Das Grundstück „Hilligenwöhren“ soll Platz bieten für 250 Wohneinheiten. „Wir planen Stadthäuser und Geschossbau“, berichtet Geschäftsführer Frank Eretge. Dass der Preis der Stadt zu gering sei, nennt er „Unfug“. Im Gegenteil: „Die Kosten liegen weit über unserer Kalkulation.“

Schließlich, so der Gundlach-Geschäftsführer, handle es sich um einen Acker. Das Wohnungsbauunternehmen müsste sämtliche Erschließungskosten tragen, die Bischof-von Ketteler-Straße und die Kreuzung umbauen. In den Bau einer Kindertagesstätte werde Gundlach „einen sechsstelligen Betrag“ stecken. Außerdem müsse ein Bolzplatz verlegt und der angrenzende Wald aufgeforstet werden. „Das gibt eine neue Kante, die beispielsweise auch Fledermäusen eine Heimat bietet.“ Von den rund 85 000 Quadratmetern Ackerland, die „Hilligenwöhren“ ausmachen, würden „nur 40 Prozent bebaut“, so Eretge. Er glaubt fest daran, dass die Kritiker des Grundstücksdeals bald Einsicht zeigen: „Am Ende profitiert doch die Stadt davon.“

Gundlach erwartet Baurecht fürs erste Quartal 2016. Ende des kommenden Jahres, spätestens Anfang 2017 könnte der Bau des neuen Quartieres beginnen.


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