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Meine Stadt Vergewaltigung: Anklage gegen Szene-Wirt aus Hannover
Hannover Meine Stadt Vergewaltigung: Anklage gegen Szene-Wirt aus Hannover
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00:26 03.06.2018
SEK-Einsatz:Die Festnahme von Gastronom Mehdy E. vor vier Monaten in Bothfeld. Nun ist der 46-Jährige wegen Vergewaltigung angeklagt. Quelle: Foto:privat
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Hannover

Die Vorwürfe wiegen schwer: Vergewaltigung in zwei Fällen und Handel mit Kokain. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat den hannoverschen Gastronomen Mehdy E. (46) angeklagt. Der Szene-Wirt war am 31. Januar in einem Haus in Bothfeld festgenommen worden. Dazu war eigens das Spezialeinsatzkommando (SEK) des LKA angerückt, weil es Hinweise gab, dass E. eine Waffe besitzt. Gefunden wurde eine Schreckschusspistole (NP berichtete). Das mutmaßliche Opfer (42) hat wie der 46-Jährige die iranische Staatsbürgerschaft.

Laut Anklage war der Tattag der 30. Januar. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich E. und die Frau noch nicht lange gekannt haben. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Kathrin Söfker: „Nach den Ermittlungen gab es zuvor keine Beziehung oder Bekanntschaft.“

Opfer wohnte im Asylheim

Die Frau soll sich ins Haus des Angeklagten begeben haben, weil sie eine Wohnung suchte. Er habe in Aussicht gestellt, ihr helfen zu können. Die Frau wohnte damals in einem Asylbewerberheim.

Im Haus soll E. über das mutmaßliche Opfer hergefallen sein. Laut Anklage zwang er die Frau zweimal zum Sex. Noch am selben Abend ging sie zur Polizei, zeigte E. wegen Vergewaltigung an. Die Frau wurde auch ärztlich untersucht. Laut Söfker wurden bei ihr Kratzspuren und Hautrötungen festgestellt.

Bei der Durchsuchung des Hauses tags darauf fanden die Ermittler bei E. Kokain – und zwar in einer Menge, von der die Staatsanwaltschaft annimmt, dass der Angeklagte die Drogen verkaufen wollte. Der 46-Jährige ist damit wegen insgesamt dreier Verbrechen angeklagt.

Angeklagter auf freiem Fuß

Gegen E. war am 1. Februar Haftbefehl erlassen worden. Der wurde nach zwei Wochen gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der Gastronom befindet sich aktuell auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft sieht unabhängig davon hinreichenden Tatverdacht und hat deshalb Anklage erhoben.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich E. vor Gericht verantworten muss. Vor etwa 15 Jahren war er an einer spektakulären Schießerei auf dem Parkplatz des Uni-Campus in Herrenhausen beteiligt. Damals waren zwei verfeindete Männergruppen mit Messern und Baseballschlägern aufeinander losgegangen, wobei auch eine Schusswaffe zum Einsatz kam. Bis ins Detail aufgeklärt wurde das Geschehen nie. Der Angeklagte war damals zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Von Britta Mahrholz

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