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TIEFGANG: Einer der Schächte, mit der den verdächtigen Gegenständen im Seelhorster Kreuz – Blindgänger oder nicht? – „auf die Pelle gerückt“ wird. Der Mann prüft den Boden mit einem Metallsuchgerät.

TIEFGANG: Einer der Schächte, mit der den verdächtigen Gegenständen im Seelhorster Kreuz – Blindgänger oder nicht? – „auf die Pelle gerückt“ wird. Der Mann prüft den Boden mit einem Metallsuchgerät.
© Fotos: Elsner

GEFAHRENABWEHR

Verdacht: zwei Bomben im Seelhorster Kreuz?

Bei Sanierungsarbeiten für das Seelhorster Kreuz (hier treffen Messeschnellweg und B3/6/65/Südschnellweg aufeinander) wurden verdächtige Objekte im Boden geortet – womöglich Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Erweist sich der Bombenverdacht in Hannover als berechtigt, soll am 3. September entschärft und evakuiert werden.

HANNOVER. Die nächste Bombenräumung steht womöglich an: Am Messeschnellweg im Seelhorster Kreuz in Hannover sind bei den laufenden Fahrbahnsanierungsarbeiten zwei Verdachtspunkte entdeckt worden, die nahelegen, das sich hier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg befinden.

Erweist sich der Verdacht als begründet, sollen die Bomben am Sonntag, 3. September, entschärft werden. Dann müsste das Gebiet um 9 Uhr in einem Kilometer Umkreis evakuiert werden, was etwa 5200 Anwohner treffen würde. In diesem Sicherheitsgebiet befinden sich auch die Tierärztliche Hochschule, die Tier-Impfstoff-Forschungseinrichtung von Boehringer Ingelheim, ein Heim der Lebenshilfe sowie die Verlagsgesellschaft Madsack (Herausgeberin von NP und HAZ).

Ob dann etwa auch alle Tiere die TiHo und die Forschungsstätte verlassen müssten, ist laut Feuerwehrsprecher Michael Hintz noch nicht geklärt – da sei man im Gespräch. Unklar ist auch, was mit den gefährlichen Krankheitserregern in den Laboren geschehen soll. Womöglich wird für solche Fälle eine Sonderregelung greifen – je nach Einschätzung der Kampfmittelexperten. Denkbar ist etwa auch eine Splitterschutzwand für bestimmte Objekte.

Mit dem Ergebnis, ob es sich um Blindgänger handelt, rechnet Hintz „nicht mehr in dieser Woche“. Denn die Arbeiten, um zu den verdächtigen Objekten im Boden vorzudringen, sind aufwändig: Sie liegen in rund neun Metern Tiefe. So tief müssen die Bergungsschächte jetzt errichtet werden. Die Löcher werden mit Betonringen ausgeschachtet, auch muss der Grundwasserspiegel gesenkt werden. Der erste Schacht ist schon weit gediehen (siehe Foto). Die möglichen Blindgänger liegen in einem der so genannten „Ohren“ des Seelhorster Kreuzes, wenn man stadteinwärts vom Messeschnellweg auf den Südschnellweg (B3/6/65) abfahren möchte (siehe Grafik). Die Auf- und Abfahrten zwischen den Bundesstraßen werden hier saniert, was ursprünglich noch im August beendet sein sollte.

Von Ralph Hübner


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