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Meine Stadt Verbraucherzentrale rügt Sparkasse Hannover
Hannover Meine Stadt Verbraucherzentrale rügt Sparkasse Hannover
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00:16 02.04.2017
Sparkasse: In der Kritik der Verbraucherzentrale  Quelle: dpa
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HANNOVER

 Rüge und Bitte: Die Verbraucherzentrale (VZ) Niedersachsen kritisiert die Praxis der Sparkasse Hannover beim Anlegen eines „Jedermannkontos“ – das mache besonders Obdachlosen, Asylsuchenden und Flüchtlingen die Sache unnötig schwer.

In Deutschland hat jeder Anspruch auf ein Konto mit grundlegenden Zahlungsfunktionen („Basiskonto“). Laut VZ verweigere die Sparkasse in den meisten Geschäftsstellen in der Region, das Konto einzurichten – und schicke die Menschen in die Innenstadt. Das bedeute für viele Leute „teils sehr weite Wege, unnötigen zusätzlichen Zeitaufwand und Kosten für die Fahrt“, sagt Marvin Momberg, VZ-Projektkoordinator „Verbraucherschutz für Flüchtlinge“. Das sei „nicht korrekt“. Außerdem könne man aus dem Gesetz auch rauslesen, dass die Banken das Basiskonto überall anbieten müssten. Obendrein sei das Gebaren der Sparkasse Hannover „eine Ungleichbehandlung dieser Personengruppe“. Die Sparkasse (die eine Anfrage der NP zunächst unbeantwortet ließ) habe der VZ erklärt, das sei so, weil man dafür entsprechend geschulte Mitarbeiter brauche – die seien in der Innenstadtfiliale. Spezielle Qualifikationen? – daran zweifelt Momberg , da alle anderen angefragten Banken (etwa Volksbank, Postbank, Sparda, Deutsche Bank, Targobank) das Basiskonto überall einrichten würden. Es sei „nicht nachvollziehbar, warum die Sparkasse es Flüchtlingen hier besonders schwer macht. Wir wünschen uns, dass sie das überdenkt!“
 
 

Von Ralph Hübner

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