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Meine Stadt Ursula Fleischhauer verzichtet auf Fleisch, Zucker, Facebook und negative Gedanken
Hannover Meine Stadt Ursula Fleischhauer verzichtet auf Fleisch, Zucker, Facebook und negative Gedanken
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17:34 04.03.2018
Einmal ohne: Unter anderem auf Kristallzucker und Facebook verzichtet Ursula Fleischhauer in der Fastenzeit. Quelle: Foto: Wilde
Hannover

Die Englisch-Redakteurin arbeitet von zuhause aus am Rechner – und schaut zwischendurch immer wieder bei diversen Online-Portalen nach dem Neuesten. Ein nicht gerade „gesunden Umgang“ mit dem Internet nennt sie das. „Für die Arbeit brauche ich das nicht – es ist pure Ablenkung. Und in der Summe verdaddele ich dabei ehrlich gesagt ziemlich viel Zeit“, sagt die Frau aus der Oststadt. „Das knipse ich jetzt aus. Komplett. Auch um die Zeit anders zu nutzen – und sei es nur für einen Spaziergang an der frischen Luft.“ Besonderer Zeitfresser sei für sie Facebook. „Und es regt mich oft auch auf – vor allem wenn ich die Kommentare anderer lese.“

Apropos: Negative und Wutgedanken – die versucht sie sich in der Fastenzeit zudem verstärkt zu ersparen. „In der Vergangenheit habe ich gemerkt, dass ich mich über Sachen mehr ärgere, als es mir gut tut.“ Leicht sei diese Aufgabe nicht, man müsse schon mit sich kämpfen. „Ich bin gespannt, ob es mir im Laufe der Fastenzeit immer besser gelingt.“

Vielleicht hilft dabei auch der Kristallzuckerverzicht: „Ich esse nichts Gezuckertes, also auch kein Apfelmus – dort wird nämlich Kristallzucker zugesetzt. Rohes Obst ist allerdings schon erlaubt.“ Auch Marmelade, ihre große Schwäche, bleibt in der Fastenzeit im Kühlschrank. „Das alles fällt mir auch schwer, da ich ganz gerne mal etwas Süßes esse“, gibt sie zu. So schwer, dass sie nicht weiß, ob sie die 40 Tage tatsächlich durchhält. Etwa wenn ein Geburtstag gefeiert wird und Kuchen auf dem Tisch steht, so Fleischhauer. „Dann zu fragen, ob ich stattdessen ein Stück Brot bekomme, bringe ich bestimmt nicht fertig.“

Fleisch wiederum sei ein „heftiges“ Thema in der Familie. „Ich habe früher komplett vegetarisch gelebt und ich würde es auch noch heute tun. Allerdings liebt mein Mann Fleisch und kocht gerne. Ihm zuliebe habe ich bislang mitgegessen.“ Seit Beginn der Fastenzeit verzichtet sie nun aber komplett darauf. Im Gegensatz zu ihrem Mann. Das „Fastenopfer“ besteht vor allem in der Organisation des gemeinsamen Essens. „Wir kochen dann ein Gericht, bei dem für mich das Fleisch weggelassen wird.“

Den Impuls für dieses Fastenopfer erhielt Fleischhauer dabei übrigens in ihrer Kirchengemeinde, der Dreifaltigkeitskirche. Dort organisiert sie mit einem Fairtrade-Kreis seit Jahren einen Themenabend zur Fastenzeit. Dieses Jahr: „Lebenswandel – Klimawandel“. Nicht nur für Ursula Fleischhauer ist Fleisch ein großer Klimaschädling: „Was die Massentierhaltung angeht, aber auch die immense Nutzung von Ackerflächen für Futtermittel und den Transport: Das alles erzeugt riesige Mengen an Treibhausgasen.“

Ihr Verzicht hat so gesehen also jetzt schon einen kleinen, aber positiven Effekt auf die Welt. Auf persönliche Nebeneffekte des Fastens hofft sie – und erzählt darüber demnächst in der NP.

Von Simon Polreich

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