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Kai Wingenfelder von den Furys.© Dröse

Hannover

Unplugged! So war Fury im Kuppelsaal

Mit Unterstützung und akustischem Sound: Fury in the Slaughterhouse spielen im Kuppelsaal von Hannover vor 2500 Fans.

Hannover. Im Vorprogramm tritt Jean van den Berg auf, 103 Jahre alt und Hannovers ältester aktiver Musiker. Doch wie er seine Gitarre spielt, wie er lacht und singt, da blitzt auch das Alter eines 30-Jährigen auf, also exakt jenes der Jubilare, um die es heute eigentlich geht: Fury in the Slaughterhouse geben zu ihrem Bandgeburtstag nochmal einen akustischen Nachschlag.

„My Little World“ heißt der erste Song, „Little Big World“ die Unplugged-Tour der Hannoverander. Und tatsächlich: Die Welt des Sextetts, das sich doch eigentlich schon längst aufgelöst hatte, ist ganz schön groß geworden in diesem verrückten Jubiläumsjahr. Sie wollten doch eigentlich nur einmal in der Tui-Arena spielen. „Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit euch“, sagt Sänger Kai Wingenfelder, und dann erinnert er sich an die alte Fury-WG damals in der Wedekindstraße und mehrere Biere mit fünf Strohhalmen im „Spektakel“ nebenan.

Fury haben sich Verstärkung mitgebracht: Martin Huch fuhr schon im Frühjahr und Sommer zu den regulären Starkstrom-Konzerten vor hunderttausenden Besuchern mit und hatte dabei den Sound der Band schon mit seinem sehnenden Pedal-Steel-Spiel veredelt. Jetzt ist auch noch Anne de Wolff dabei, Deutschlands berauschendste Multiinstrumentalistin, an Geige, Akkordeon, Mandoline, Vibrafon und vielem mehr. Jan Löchel, der Fury bei den feinen Arrangements half, singt bei der schönen Version von The Cures „Boys Don’t Cry“ mit. Mousse T. spielt Keyboard bei „Radio Orchid“. Es ist ein Fest für die 2500 Besucher in dem ausverkauften Saal.

„Unplugged“ ist manchmal ein Musik gewordenes S.O.S.-Zeichen, ein letzter Versuch, die ollen Kamellen einem müde gewordenen Publikum unterzujubeln. Keine Spur davon hier: Fury strahlen eine Spielfreude aus, als hätte es die Differenzen, die 2008 zum Bruch führten, nie gegeben. Gitarrist Christof Stein-Schneider greift zur Trompete, Bassist Christian Decker zum Saxofon, und der gutgelaunte Keyboarder Gero Drnek lebt seine dezente Schrathaftigkeit an einem ganzen Fundus an Instrumenten aus.

Die Stärke von Fury war immer die Einzigartigkeit der Charaktere: Hier stehen Individuen auf der Bühne, deren Summe auch unverstärkt in ein einziges mitreißendes Mehr mündet – ob „Dancing in the Sunshine of the Dark“ nun in einen Trip im Outback mündet oder Irish Folk in „Words“ einfließt.

„Every Generation ...“, „When I’m Dead and Gone“, „Dance on the Frontline“, natürlich „Won’t Forget these Days“ – es ist ein Hit-Programm, aber nicht nur. Fury sind bei der Programmauswahl nach dem Lustprinzip vorgegangen, sie bieten eine perfekte Mischung aus Fanservice und Überraschungen. Der Abend endet dann mit „Time to Wonder“, „Trappe­d today, trapped tomorrow“ – und „It´ a long Way to the Top“ von AC/DC. Und das soll es nun gewesen sein? Nein, keine Sorge. Die besten Partys gehen immer weiter.


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  • Landkreis: Region Hannover
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  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
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