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SOLL VERSCHWINDEN:Das  Nachfolgemodell HLRN-IV steht ab2018 in Göttingen. Für die Nachnutzung des  Rechenzentrums an der Leibniz-Unisei gesorgt, so das Ministerium.Foto: Behrens

Das Nachfolgemodell HLRN-IV steht ab 2018 in Göttingen. Für die Nachnutzung des  Rechenzentrums an der Leibniz-Uni sei gesorgt, so das Ministerium.© Behrens

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Wissenschaft

Uni Hannover verliert Supercomputer

Mit ihm lassen sich komplizierte Aerodynamikmodelle beim Flugzeugbau berechnen oder Vorhersagen von Wirbelstürmen verbessern: Mit dem Hochleistungsrechner HLRN, dessen neueste Generation ab 2018 nicht mehr in Hannover bei der Leibniz-Uni, sondern an der Universität Göttingen stehen soll.

Hannover. Ein herber Verlust für den Wissenschaftsstandort, gehört der HLRN-III mit seinen Betriebskosten von rund 30 Millionen Euro jährlich doch zu den Top 50 der schnellsten Computer der Welt. Den Weggang des Nachfolgermodells HLRN-IV nach Göttingen hat das Niedersächsische Wissenschaftsministerium auf Empfehlung des Verwaltungsrates des HLRN-Verbundes beschlossen und sich Montag dafür im Wissenschaftsausschuss des Landtages erklären müssen – auf Antrag der CDU-Fraktion.

„Wir halten den Umzug für unnötig und bezweifeln die Hauptargumentation, in Göttingen könne der Supercomputer wirtschaftlicher betrieben werden“, so der Abgeordnete Jörg Hillmer. Nach Angaben des IT-Referenten im Ministerium, Peter Waue, spare das Land 240?000 Euro Stromkosten im Jahr, da die Uni den Strom künftig über ein eigenes Blockheizkraftwerk beziehe, während die Uni Hannover ihn über den Netzanbieter des Landes bekomme. In Zahlen ausgedrückt: 13,14 Cent je Kilowattstunde (kw/h) koste der Strom in Göttingen, 18 Cent je kw/h in Hannover. Je nach Belastung fielen an der Leibniz-Uni etwa 80?000 Euro Stromkosten an – „im Monat“, führte Peter Waue aus.

Gleichwohl wurde auch Kritik an der Auslastung des Rechenzentrums an der Leibniz-Uni deutlich: Die „Performance“ könne besser sein, so der IT-Referent. In Göttingen erhoffe man sich eine „breitere Auslastung“ durch die Anbindung der Max-Planck-Gesellschaft. Sechs Mitarbeiter sind im Rechenzentrum Hannover beschäftigt, drei sollen in Göttingen weiterarbeiten, drei in Hannover neue Aufgaben bekommen, so das Ministerium. Uni-Präsident Volker Epping: „Wir sind über die Vergabe des Großrechners nach Göttingen alles andere als erfreut und hätten ihn lieber hier gesehen.“


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