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Meine Stadt Umweltzone: Neue Klage angedroht
Hannover Meine Stadt Umweltzone: Neue Klage angedroht
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23:19 19.02.2010
PLAKETTEN-ZOFF: Um die Umweltzone gibts weiterhin Ärger.  Quelle: Steiner
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HANNOVER. Das solle ab 1. März gelten, verlangt die DUH. Falls die Stadt das nicht bis 24. Februar bestätige, werde geklagt, sagt DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch: „Und wir ziehen wieder mit eigenen Kontrollteams los.“ Ein Stadtsprecher verwies auf laufende Gespräche mit dem Umweltministerium über das weitere Vorgehen.

„Man muss die Dinge anders, intelligenter angehen“, sagt Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover. Er fordert daher erneut einen runden Tisch und will eine „Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität“ anstoßen, Vorbild Aachen. Dort gibt es 33 Maßnahmen, aber keine Plakettenzone.

„Es geht um Umweltschutz, und saubere Luft wollen wir alle haben. Das können Juristen am wenigsten lösen – dann gibt es nur noch Verbote!“ Ernsting will, dass sich alle an einen Tisch setzen, „Fachleute aus Wissenschaft und Politik, auch gegen Umweltschützer habe ich nichts. Da ist fachliche Kompetenz gefragt, keine Quasselbude“. Auch Konzerne wie VW sollen dabei sein. Etwa, wenn Hannover zur „Modellregion für Elektro- und Wasserstoffmobilität“ gemacht werden soll – so ein Vorschlag der Kammer.

Die Betriebe könnten bei Fuhrwerkmanagement und Fahrertraining unterstützt werden. Die regionale Wirtschaft könnte sich verpflichten, ihren Fuhrpark mindestens auf Euro-5-Standard zu bringen – mit Hilfe der öffentlichen Hand. Dabei denkt Ernsting an Bund und Länder: „Für die Abwrackprämie haben die ja auch Geld übrig gehabt. Die Kommunen können das derzeit nicht leisten.“

Natürlich sei das „nicht uneigennützig“ – schließlich würde auch das Handwerk an dem einen oder anderen Punkt verdienen. Weitere Möglichkeiten sieht die Kammer in verbesserter Verkehrslenkung und höherer Nutzung des ÖPNV durch Pendler (Job-Tickets). Bei so einer Partnerschaft „wäre die Stadt sofort dabei“, sagt Sprecher Klaus Helmer. Die „Klimaallianz 2020“ biete „schon gute Ansätze für gemeinsame Initiativen“. Allerdings sehe die Stadt „zur Umweltzone derzeit keine Alternative“. Neben den Plaketten gebe es etwa das Lkw-Durchgangsverkehrsverbot, verbesserte Ampelschaltungen und die umgerüstete kommunale Fahrzeugflotte. rahü/wig

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