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Meine Stadt Umweltschützer erinnern an schweren Atomunfall vor 60 Jahren
Hannover Meine Stadt Umweltschützer erinnern an schweren Atomunfall vor 60 Jahren
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18:30 30.09.2017
Gedenk-Kundgebung „60 Jahre Atomunfall Majak" – Atomausstieg weltweit jetzt" von BUND und anderen auf dem Opernplatz. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Auf dem Opernplatz sprach neben anderen Rednern auch Vladimir Slivyak von der russischen Umweltinitiative Ecodefense und berichtete über die heutige Situation in Majak, teilte die Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“ mit.

Der Majak-Unfall gilt nach Tschernobyl und Fukushima als drittschwerster in der Geschichte der Atomkraftnutzung. In Majak nahe der Stadt Jekaterinenburg im Ural explodierte am 29. September 1957 ein Tank mit Atommüll. Auf einer Fläche von etwa 20.000 Quadratkilometern verteilten sich radioaktive Stoffe, rund 10.000 Menschen wurden umgesiedelt. Weil sie nicht gezielt medizinisch überwacht wurden, gibt es keine belastbaren Aussagen über die gesundheitlichen Folgen.

Über den Unfall von Majak war außerhalb Russlands beziehungsweise der damaligen Sowjetunion bis 1989 kaum etwas bekannt. Den Hunderte Kilometer weit sichtbaren Feuerschein bezeichneten sowjetische Zeitungen als „Wetterleuchten“ oder „Polarlicht“. Nach Angaben von Ecodefense ist bis heute ein etwa 150 Quadratkilometer großes Gebiet um Majak wegen starker Radioaktivität gesperrt.

epd

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