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Meine Stadt Üstra testet Warnstreifen
Hannover Meine Stadt Üstra testet Warnstreifen
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13:10 07.08.2014
Quelle: Felix Peschke
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Hannover

Immer wieder werden Fußgänger auf Stadtbahngleisen von Zügen erfasst, gibt es Verletzte und Tote. Eine neue Warnmarkierung könnte künftig auf die Gleise hinweisen. In der Nähe der Station Großer Kolonnenweg (Vahrenwald) sollen an einem Überweg dicke gelbe Streifen im Gleisbereich auf die Strecke hinweisen. Üstra-Sprecherin Katja Raddatz: „Wir wollen den Fokus der Passanten darauf richten, dass sich an dieser Stelle etwas ändert.“ Das sei gerade wichtig, falls Fußgänger abgelenkt seien, etwa, weil sie auf ihre Mobiltelefone schauen. Der helle Untergrund soll auch nachts helfen, Unfälle zu vermeiden. „Wir sehen die Chance, dass ein Fahrer eine Person auf dem Überweg leichter erkennt“, so Raddatz.

Der Test mit den Markierungen soll bis zum Jahresende laufen und dann ausgewertet werden: „Wir werden auch Passanten nach ihrer Meinung befragen.“ Außerdem müsse geklärt werden, wie haltbar das Material sei. Einen besonderen Grund, warum die Stelle in Vahrenwald für den Test ausgewählt wurde, gibt es laut Üstra nicht. Die Kölner Verkehrsbetriebe testen jetzt an Übergängen, an denen auch Fußgängerampeln stehen, zusätzliche rote Leuchten. Die sind im Boden eingelassen und springen an, wenn die Ampel auf Rot schaltet. Von diesem System hält die Üstra nichts. Die Gefahr von Unfällen sei zu groß, wenn eine Leuchte im Boden ausfalle.

Laut Polizei hat es im Jahr 2013 in Hannover 23 Unfälle mit Stadtbahnen gegeben, bei denen Menschen schwer verletzt wurden, bei drei Unfällen gab es Tote. Bis Ende Mai dieses Jahres gab es zwei Tote und vier Schwerverletzte. Warum die Zahlen 2014 so viel geringer sind, bleibt unklar.

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