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Meine Stadt Üstra renoviert: Das sitzt!
Hannover Meine Stadt Üstra renoviert: Das sitzt!
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00:15 11.04.2017
Platz nehmen: Alle 143 "Silberpfeile" bekommen in den nächsten Jahren dunkelbraune Sitzschalen. Foto: Üstra
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Hannover

Den TW 2000, so die offizielle Bezeichnung, hatten die Verkehrsbetriebe zwischen 1997 und 1999 angeschafft. Heute fahren 143 Wagen durch Hannover. Bislang hat die Üstra zehn Wagen auf die neuen Schalen umgerüstet. Die Sitze sind jetzt dunkelbraun, wo sich der Schmutz nicht so stark abhebt wie bei den hellen Vorgängern. Außerdem haben sie eine leicht strukturierte Oberfläche, das macht die Sitze weniger rutschig.

In jedem Wagen sind 54 Sitzplätze, die Kosten pro „Silberpfeil“ belaufen sich nach Angaben von Üstra-Sprecherin Katja Raddatz auf 1000 Euro – also gut 18,50 Euro pro Schale. Für alle Wagen gibt das Unternehmen somit 143 000 Euro aus. Da die Schalen der „Silberpfeile“ während ihrer technischen Hauptuntersuchung ausgewechselt werden, zieht sich der Austausch über Jahre hin. 14 Wagen schafft die Üstra-Werk-statt im Jahr, in etwa neun Jahren ist sie damit komplett durch. Dann beginnt allerdings auch schon fast der Austausch der kompletten „Silberpfeile“, die dann rund 30 Jahre auf den Schienen unterwegs sind.

Ein Sitzschalen-Austauschprogramm gibt es auch für das aktuelle Modell, den TW 3000. Nach anhaltenden Fahrgast-Protesten geht die Üstra gegen die rutschigen Plätze im neuesten Modell vor – ab Juni und damit gut zwei Jahre nach Einführung der neuesten Fahrzeuggeneration. Die Sitzschalen will das Unternehmen mit noppenähnlichen Belag versehen, zudem werden einige Sitze verbreitert.

Der Haken: Die rutschfeste Unterlage baut die Üstra erst ab dem 51. Wagen ein, da die ersten 50 Wagen bereits hergestellt sind. 41 aus dieser Serie sind bereits auf Hannovers Schienen unterwegs. Ob auch die ersten 50 Wagen nachgerüstet werden, klärt die Üstra zurzeit mit dem Hersteller.

Üstra-Kunden hatten seit Einführung des TW 3000 über rutschige und zu enge Sitze geklagt, das Unternehmen reagierte darauf zunächst jedoch nicht. Man habe abwarten wollen, ob es sich um einen Gewöhnungsprozess gehandelt habe.

Andreas Voigt

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