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PLAN: So sollen die Üstra-Wohnblocks aussehen – tragende Elemente und die Fassade aus Holz.

PLAN: So sollen die Üstra-Wohnblocks aussehen – tragende Elemente und die Fassade aus Holz.

BAUPROJEKT

Üstra baut Holz-Wohnungen für Mitarbeiter

Das Verkehrsunternehmen lässt sich 139 Wohnugen bauen – überwiegend für die eigenen Beschäftigten als Mieter gedacht. Die Bauart „in Holz, massiv“ soll in Norddeutschland einzigartig sein.

HANNOVER. Die Üstra schafft Raum: 139 Wohnungen und eine Kita lässt ihre Versorgungseinrichtung auf dem Grund des ehemaligen Stadtbahndepots in Vahrenwald bauen, vorwiegend gedacht für ihre Mitarbeiter. Rund 34 Millionen Euro investiert das Verkehrsunternehemen in das laut Üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg „einzigartige Projekt hier in Hannover“. Das Besondere sei: Es wird überwiegend aus Holz gebaut. Baustart soll im August sein, bezugsfertig sollen die neun Gebäude im Sommer 2019 sein.

60 Einheiten mit um 55 – 60 Quadratmetern, 53 Drei-Zimmer-Wohnungen mit um 80 Quadratmeter und 26 Vier-Zimmer Wohnungen mit etwa 100 Quadratmeter sollen es werden. 28 Wohnungen, überwiegend die kleineren, entstehen als Sozialwohnungsbau, gefördert von der Stadt, für die anderen werde ein Kaltmiete von nicht mehr als zehn Euro je Quadratmeter angestrebt. Damit trage die Üstra zur Entspannung des Wohnungsmarktes in Hannover bei, sagte Wilhelm am Donnerstag bei der Projektvorstellung in der Wedelstraße. Sechs Wohnungen werden barrierefrei, acht davon rollstuhlgerecht.

Üstra-Chef André Neiß ist begeistert von dem Bauvorhaben: „Ich kann es kaum erwarten“, sagte er und betonte, dass ihm besonders am ökologischen Aspekt gelegen sei: „Wir wollen gesundes Wohnen, eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.“ Und dabei auf einige traditionelle Baustoffe verzichten. Damit würden durch das Projekt 5700 Tonnen Kohlendioxid eingespart oder im Holz gebunden – das entspräche 40 Millionen Pkw-Kilometern. „Wir unterstreichen das drei Mal und lassen uns das auch was kosten“, erklärte er die Bedeutung der Gesundheit für ihn. Die Wohnungsbaugesellschaft Meravis (früher: Reichsbund) ist mit der Umsetzung der Pläne beauftragt. Die Architektur hat das hannoversche Büro Mosaik entworfen, war damit 2008 aus dem entsprechenden Wettbewerb als Sieger hervorgegangen – solange hat es gedauert, bis das Grundstück „baureif“ wurde. Inklusive Baurechtsänderung im Oktober 2016 und zuletzt der Bombenräumung am 7. Mai, mit der größten Evakuierung in Hannovers Geschichte.

Von Ralph Hübner


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