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Meine Stadt Üstra: Wahl des dritten Chefpostens verschoben
Hannover Meine Stadt Üstra: Wahl des dritten Chefpostens verschoben
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18:13 05.12.2018
UMSTRITTEN: Elke van Zadel solll in den Üstra-Vorstand.
HANNOVER

Der dritte Chefposten bei der Üstra bleibt vorerst unbesetzt. In der geheimen Sitzung des Aufsichtsrates am Mittwoch blockierten wie erwartet die Arbeitnehmervertreter im Gremium die Wahl Elke van Zadels, die Wunschkandidatin der Region Hannover.

Aus Zeitgründen vertagt

Aufsichtsratschef und Verkehrsdezernent Ulf Birger Franz verlautbarte nach der Sitzung gegenüber dieser Zeitung, man habe sich aus Zeitgründen auf Freitag kommender Woche vertagt: „Wir haben die Vorstandswahl nur andiskutiert und sie auf Freitag verschoben.“

Elke van Zadel, zugleich Regiobus-Chefin, soll bei der Üstra im Vorstand zuständig sein unter anderem für den Technikbereich und dort zunächst die Umstellung auf Elektrobusse voranbringen. Mit dieser Personalunion will die Region die Zusammenarbeit von Üstra und Regiobus unterstützen, van Zadel soll dafür im Sommer 2009 ihren Posten als Chefin der Verkehrsbehörde bei der Region aufgeben.

Es geht um Einfluss der Arbeitnehmerseite

Hintergrund des Konfliktes im Aufsichtsrats ist die Frage, wie viel Einfluss die Arbeitnehmerseite bei der Üstra künftig noch haben soll. Im Vergleich zu anderen Unternehmen ist der Einfluss dort nämlich sehr hoch. Das zeigt allein schon die paritätische Besetzung des Aufsichtsrates.

Mit der Besetzung durch Elke van Zadel würde sich dieser Einfluss im Vorstand mildern. Vorstandsfrau Denise Hain, zuständig für Personal und Betrieb, stünde dann Vorstandschef Volkhardt Klöppner und eben Elke van Zadel gegenüber. Das will die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat verhindern – und fordert eine öffentliche Ausschreibung.

Alte grüne Bahnen werden renoviert

Beschlossen hat der Üstra-Aufsichtsrat dafür, dass von den grünen TW 6000 die Obergrenze von 40 Wagen statt der bislang angekündigten 18 Wagen flott gemacht werden für die nächsten Jahre. Die Anschaffung des neuen TW 3000 läuft parallel weiter, mehr als 150 Wagen sollen künftig auf Hannovers Straßen unterwegs sein.

Anlass für die Aufstockung bei der Renovierung der bis zu 40 Jahre alten Wagen ist die gute Auslastung der Linie 9 zwischen Fasanenkrug und Empelde. „Dort können wir die Züge verstärken. außerdem bei Ausfällen schneller Ersatz beschaffen“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek.

250000 Euro pro Wagen an Kosten

Pro Wagen rechnet das Unternehmen mit 250 000 Euro Kosten, ausbessern will die Üstra ab 2019 etwa alle beweglichen Teile (vor allem die oft defekten Türen), großflächig den Fußboden, die Lampen in der Bahn, die Fenster und Sitze. Die 40 Zügen sollen bis Anfang 2024 renoviert sein. 2028 sollen sie dann aber endgültig verschrottet werden. Vom TW 6000 sind heute noch 114 Wagen unterwegs.

Von Andreas Voigt

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