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Meine Stadt Üstra-Alkoholverbot: So macht es Hamburg
Hannover Meine Stadt Üstra-Alkoholverbot: So macht es Hamburg
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00:15 04.08.2016
Regionspräsident Hauke Jagau und Üstra-Vorstand André Neiß präsentieren das Alkohol-Verbotsschild für Busse und Bahnen. Quelle: Dröse
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Hannover

Seit dem 1. September 2011 herrscht in Hamburg ein allgemeines Alkoholkonsumverbot in Bussen und Bahnen des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV). Ausgenommen sind städtische Fähren und die Nord-Ostsee-Bahn. „Die Fahrten haben dort eher einen touristischen Charakter“, sagt HVV-Pressesprecher Rainer Vohl im NP-Interview.

Wie ist die aktuelle Akzeptanz des Alkoholkonsumverbots in Hamburg?

Unverändert hoch. Im März 2012 ergab eine Befragung, dass die Akzeptanz noch höher war als zur Einführung des Verbots im September 2011. Mit 93 Prozent der Befragten kannte fast jeder das Alkoholkonsumverbot. Die Zustimmung war damals ebenfalls sehr hoch: 85 Prozent waren für das Verbot und wollten, dass es bleibt. Nur zwölf Prozent der Befragten waren für die Abschaffung.

Werden Verstöße gegen das Konsumverbot geahndet?

Wir ahnden den Verstoß mit einer Vertragsstrafe von 40 Euro. Wir haben das im Vorfeld stark kommuniziert. Es gab Plakate und Piktogramme, die Medien haben breit darüber berichtet. Dazu haben wir eine Vorlaufzeit von einem Monat gehabt. Die ersten Geldbußen wurden also im Oktober 2011 verhängt.

In Hannover soll es vorerst keine Bußgelder geben. Klappt das?

Das ist eine Interessante Herangehensweise. Wir haben die Durchsetzung damals diskutiert und uns für Bußgelder entschieden. Ein wichtiger Faktor war aber am Ende die soziale Kontrolle. Wer sich heute in Bus oder Bahn das Bier aufmacht, wird schief angeschaut oder sogar angesprochen. Das trägt zur Durchsetzung des Alkoholkonsumverbots bei. Ob es in Hannover ganz ohne Bußgelder klappt, bleibt abzuwarten. Ein Rückgang des Alkoholkonsums in den Verkehrsmitteln der Üstra wird man aber spüren.

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