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Meine Stadt Tuifly-Aufsichtsratschef Homann geht
Hannover Meine Stadt Tuifly-Aufsichtsratschef Homann geht
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00:16 17.07.2017
IM COCKPIT-SIMULATOR: Tui-Manager Henrik Homann hat den Tuifly-Aufsichtsratsvorsitz niedergelegt.  Quelle: Foto: Dröse
Langenhagen

 Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats des hannoverschen Ferienfliegers Tuifly: Tui-Manager Henrik Homann legt den Vorsitz nieder. Entsprechende NP-Informationen bestätigte am Freitag Kuzey Esener, Sprecher der Tui AG.

Offizieller Grund für den Wechsel: Homann werde sich „vollständig seinen internationalen Aufgaben als Strategiechef der Tui AG und als One-Aviation-Chef“ zu­wenden, heißt es in einer Mitarbeiterinformation der Tui, die der NP vorliegt.

Als Aufsichtsratschef war Homann im Hause Tuifly nicht unumstritten. In einer Umfrage unter den rund 2400 Beschäftigten hatte im Jahr 2015 eine große Mehrheit der Mitarbeiter Kritik geäußert.

Die Beschäftigten sa­hen einen Interessenskonflikt in der Tatsache, dass Homann zum einen den Tuifly-Aufsichtsrat leitete, zum anderen aber als sogenannter One-Avia­tion-Chef auch dafür verantwortlich ist, alle fünf europaweit agierenden Tui-Airlines wirtschaftlicher zu machen.

Den Vorsitz des Tuifly-Aufsichtsrats hat Sebastian Ebel übernommen. Mit ihm, heißt es dazu weiter in der Mitarbeiterinformation, „gewinnen wir einen Aufsichtsratsvorsitzenden, der als verantwortlicher Vorstand für die Region Zentraleuropa eine übergreifende Sicht auf die Aktivitäten von Fluggesellschaft und Veranstalter (...) einnehmen kann“. Außerdem sei Sebastian Ebel als Mitglied des Tui-Vorstands „unmittelbar mit strategischen Richtungsentscheidungen be-fasst“.

Nach den Turbulenzen der vergangenen Monate und Jahre (drohende Umstrukturierungen/Jobabbau und möglicher Zusammenschluss mit anderen Airlines sowie massenweise Krankmeldungen des fliegenden Personals in den Herbstferien) haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite inzwischen offenbar zu einem Schulterschluss durchgerungen.

In der Mitarbeiter-Info des gesamten Aufsichtsrates heißt es in diesem Zusammenhang: „Der Verdrängungswettbewerb am europäischen Airlinemarkt nimmt weiter an Schärfe zu. (...) Wir alle bei Tuifly, das Management von Tui und Tuifly sowie Mitarbeitervertreter, Ge­werkschaften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, müssen in den kommenden Monaten zusammenrücken, um diese Situation gemeinsam gut zu bewältigen.“

Von Andreas Körlin

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