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Meine Stadt Tüftlerinnen erfinden Klarsichthülle neu
Hannover Meine Stadt Tüftlerinnen erfinden Klarsichthülle neu
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00:18 24.08.2017
IN DER NORDSTADT: Ina Braun (rechts) und Gabriela Grassmann mit buntbedrucktenDokumentenhüllen und Folien für Schutzumschläge. Quelle: Petrow
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Hannover

 Ordnung ist das halbe Leben – und kann sogar richtig Spaß machen: Dachten sich die hannoverschen Jungunternehmerinnen Gabriela Grassmann (46) und Ina Braun (49). Deshalb erfanden die Innenarchitektin und die Designerin ein uraltes Produkt ganz neu. Motto: „Ordnung, die Freude schafft“.

Für ihre innovativen Dokumentenhüllen, Heft- und Bucheinbände räumen die Hannoveranerinnen auf Fachmessen und bei Branchen-Verbänden reihenweise Auszeichnungen ab. Die größte Nachfrage nach den Produkten gibt es in der Schweiz, verkauft werden die innovativen Artikel unter anderem auch in Spanien und Kanada.

Es gibt sie in den Herrenhäuser Gärten (mit Hannover-City-Stadtplan/Sehenswürdigkeiten), Mädchen und Jungen städtischer Kitas kennen sie (mit Tiermotiven und -namen in vielen Sprachen) und alle Teilnehmer des G-7-Gipfels 2015 auf Schloss Elmau hatten sie (mit Hotel-Logo und Infos) in den Händen – die in Hannover gedruckten Dokumentenhüllen.

Das Besondere im Vergleich zu handelsüblichen schlichten Klarsichthüllen: Braun und Grassmann haben ein neues Material gefunden. Die transparenten Hüllen bestehen innen aus Kunststoff (Polypropylen) und außen aus Papier – deshalb ist es einfach, sie mit verschiedensten Motiven zu bedrucken.

Braun: „Wir haben sehr lange nach dem passenden Material gesucht. Uns war wichtig, ein besonderes zu finden, das transparent, haltbar und reißfest ist sowie die Haptik von Papier bietet.“ Die Idee hatte Innenarchitektin und Kommunikationsexpertin Grassmann 2013: „Mir fielen im japanischen Viertel von San Francisco bedruckte Klarsichthüllen auf – das war ein Schlüsselerlebnis. Ich habe gleich eine E-Mail mit der Idee an Ina geschickt.“

Die Produkt- und Grafik-Designerin „hatte sofort ein Bild im Kopf“. Ziel der Unternehmerinnen: „Struktur in die Ordnung bringen und Nutzern einen Mehrwert bieten.“ 2014 auf der Fachmesse Paperworld hatten Braun und Grassmann mit vier Quadratmetern den kleinsten Stand, aber „unser Konzept kam super an“.

Ein Jahr später hatte das Duo das passende Material für die Serienfertigung gefunden. „Wir haben viel gelernt auf dem Weg und viel Lehrgeld gezahlt.“ Seit Mitte 2015 werden die innovativen Produkte unter dem Markennamen „julifoli“ vermarktet. „Julie“ heißt die Freundin, die Grassmann 2013 in San Francisco besuchte, „foli“ stammt vom Wort Folie.

„Wir setzen Produktklassiker der Papier-, Büro- und Schreibartikelindustrie in inspirierende Lifestyle-Trends um“, betonen die mehrfach ausgezeichneten Ordnungs-Hüterinnen. Die schnell weitere Ideen umsetzten. Stichwort Mehrwert: „Wir wollten mehr als nur Ordnung schaffen helfen. Uns war der Zusatznutzen wichtig.“ Also gibt es die bunt bedruckten Hüllen unter anderem mit Stadtplänen, Kalendern, Weltkarten, mathematischen Formeln, Periodensystem, Rechtschreibregeln, süßen Tiermotiven, Notfalltelefonnummern …

Von Andreas Körlin

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