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Meine Stadt Trotz Wesenstests gilt Hündin Phoebe als gefährlich
Hannover Meine Stadt Trotz Wesenstests gilt Hündin Phoebe als gefährlich
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00:18 08.10.2018
Quelle: dpa
Hannover

In der Rassebeschreibung für Landseer steht, dass sie geduldige, verspielte und liebevolle Hunde seien. Eigentlich müsste das auch für Phoebe (4) gelten. Doch am 23. Juli 2015 hatte die Hündin in Letter (Seelze) wenig Geduld und Liebe. Sie biss Husky-Mischling Laika gleich drei Mal. Zehn Monate später erklärte die Region Hannover Phoebe zum „gefährlichen Hund“.

Dagegen klagten am Freitag die Herrchen von Phoebe. „Wir haben einen Wesenstest gemacht. Unser Hund hat den Test mit Bravour bestanden, und seit 2015 ist nichts mehr passiert“, sagt die Klägerin. Warum soll der Hund dann noch als gefährlich gelten? Zumal die Hundesteuer für gefährliche Hunde deutlich höher ist. In Seelze beträgt sie 734 Euro im Jahr, für einen normalen Hund hingegen nur 158 Euro.

Der Verwaltungsrichter macht deutlich, dass er wenig Raum für die Klage sieht. Im einstweiligen Verfahren wurde die Klage bereits abgewiesen. Diese Entscheidung wurde vom Oberverwaltungsgericht (OVG) bestätigt. Der Gefahrenverdacht sei schon dann gerechtfertigt, wenn ein Hund einen anderen gebissen und erheblich verletzt habe, erklärt der Richter.

Am 23. Juli 2015 war das der Fall. Phoebe sei auf ihren Hund zugestürmt und habe unvermittelt drei Mal zugebissen, sagt das Frauchen von Laika (51). Der Tierarzt musste dann drei bis zu acht Zentimeter große Bisswunden verarzten. Aus Sicht einer anderen Zeugin (54) spielte sich das Geschehen komplett anders ab. Laika habe geknurrt, daraufhin habe Phoebe den Husky-Mischling kurz gemaßregelt. „Ich habe keine Bisse gesehen; da war nichts Bösartiges“, meinte die Zeugin.

Was bleibt ist, dass Laika schwere Bisswunden davongetragen hat. Also gilt Phoebe seit 2016 als gefährlich. Nach einem bestandenen Wesenstest muss der Hund zunächst Maulkorb tragen, und es besteht Leinenpflicht. Nach Ablauf von Fristen entfallen diese Auflagen. Für Phoebe besteht nach Auskunft der Halter noch eine Leinenpflicht.

„Sie war damals noch in der Pubertät, da kann so etwas mal passieren“, meint das Frauchen über die Jugendsünde ihres Hundes.

Von Thomas Nagel

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