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Meine Stadt Trickdiebbande in Hannover überführt
Hannover Meine Stadt Trickdiebbande in Hannover überführt
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22:08 08.10.2010
Die Polizei nahm Trickdiebe in Hannover fest.
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Hannover. Es sind 20 Rumänen, die zusammen 95 Diebstähle begangen haben. Bei der Polizei Hannover stapelten sich die Anzeigen, insgesamt 148 Senioren (70 bis 90) hatten sich zwischen April und Mitte Juni des Jahres gemeldet. Immer wieder hörten die Beamten die gleichen Geschichten: Ein Pärchen habe nach dem Weg gefragt, einen Stadtplan über Tasche oder Rollator ausgebreitet – und jedes Mal fehlte danach das Portemonnaie. Oder die Opfer wurden darauf angesprochen, ob sie Geld wechseln könnten – und beklaut. Auffällig: Wenn es Personenbeschreibungen gab, enthielten diese immer „osteuropäisches Aussehen“ und „osteuropäischer Akzent“.

Die Ermittlungsgruppe Trick- und Taschendiebstahl ging davon aus, dass es sich um organisierte Banden handelte, und glaubte nicht an Zufälle. Recherchen ergaben, dass sich eine größere Gruppe Rumänen in Hannover aufhielt, hier Unterkünfte am Bauweg (Linden) und an der Gorch-Fock-Straße (List) bezogen und auch Autos angemeldet hatte. Die Ermittlungen richteten sich gegen 35 rumänische Männer und Frauen zwischen 17 und 50 Jahren.

Die Polizei machte eine neun- und eine fünfköpfige Bande unter ihnen aus. Gegen sie wurde ein Haftbefehl erwirkt. Drei Männer (17, 23, 42) und drei Frauen (23, 25, 36) konnte die Polizei zwischen Mai und Ende August zudem kurz nach der Tat festnehmen. Noch während der Ermittlungen verurteilte das Amtsgericht sie zu mehrmonatigen Haftstrafen.

Insgesamt 95 Taten ordnet die Polizei den 20 Rumänen zu. Drei Männer wurden außerdem nach Hinweisen der Polizei Hannover in Hamburg festgenommen. „Die Banden arbeiten von Nord- bis Süddeutschland und halten sich meist nicht langfristig in einer Stadt auf“, sagt Polizeisprecherin Anja Gläser. Insgesamt haben die Trickdiebe bei ihren Raubtouren in Hannover rund 25.000 Euro erbeutet. seb

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