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Hannover - Regionsversammlung - Die Fraktionschefs Silke Gardlo (SPD) und Bernward Schlossarek (CDU) unterzeichnen den Koalitionsvertrag --- Nutzung nur bei Namensnennung & Honorar (Foto Tim Schaarschmidt)

Hannover - Regionsversammlung - Die Fraktionschefs Silke Gardlo (SPD) und Bernward Schlossarek (CDU) unterzeichnen den Koalitionsvertrag --- Nutzung nur bei Namensnennung & Honorar (Foto Tim Schaarschmidt)
© (c) Tim Schaarschmidt

Politik

Traute Zweisamkeit

Seit gut einem Jahr bilden SPD und CDU die „Groko Regio“ in der Regionsversammlung. Die Zusammenarbeit läuft gut. Aber es stehen schwere Entscheidungen an, die die Harmonie zerstören könnten.

HANNOVER. Sie wirken wie Jungvermählte – natürlich nur im politischen Sinne: Seit gut einem Jahr führen Silke Gardlo (SPD) und Bernward Schlossarek (CDU) die „Groko Regio“. „Unsere Zusammenarbeit funktioniert erstaunlich gut“, sagt Gardlo. Nach der langen Zeit in der Opposition habe die CDU sich in der Regionsversammlung neu finden müssen, so Schlossarek. Aber dieser Prozess sei jetzt abgeschlossen. Fast gemeinsame 100 Anträge, so lautet die politische quantitative Bilanz.

Für diesen Jahr haben sich die Volksparteien das beliebte Thema Abfall vorgenommen. „Wir wollen die Mindestrestmüllmenge reduzieren“, sagt der CDU-Fraktionschefs. Die SPD-Fraktionschefin meint: „Wir müssen den öffentlichen Nahverkehr weiter entwickeln.“ Schlossarek kürt das zur wichtigsten Aufgabe 2018. „Bei der Regiobus müssen wir jetzt das Wendemanöver einleiten“, erklärt der CDU-Mann mit Blick auf die wirtschaftlich schlechte Situation des Betriebes. Es wäre ein Debakel, sollte die Region das Unternehmen verlieren. Zum Regiobus-Betriebshof in Eldagsen, der jetzt in Frage gestellt ist, meint Gardo: „Die Standortfrage bedeutet nicht, dass wir die Beschäftigen nicht brauchen.“ In den vergangenen Wochen hatte Regionspräsident Hauke Jagau betont, dass es keine Kündigungen bei der Regiobus geben wird.

Ein weiterer heikler Punkt: Die Notfallambulanz in Springe (Ersatz für das geschlossene Krankenhaus) läuft nicht gut. Schlossarek bringt die Einrichtung eines Medizinisches Versorgsungszentrum (MVZ) ins Gespräch. Hier deutet sich politischer Sprengstoff an.

Ansonsten verstehen sich die einstigen politischen Gegner erstaunlich gut. Der Kabarettist Ingo Appelt meinte zu dem Thema: „Groko ist wie Sex in der Ehe: Man muss sich zwingen.“ Das gilt für Berlin, aber nicht für die Region Hannover.

Von Thomas Nagel


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