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Großer Moment: Die Debütanten der Tanzschule Bothe genießen den Auftritt. Foto: Dröse

Opernball Hannover

Traumhafte Nächte im Dreivierteltakt

Am Freitag stieg der erste Teil vom Opernball: 2200 gut gelaunte Ballgäste feierten Hannovers gesellschaftliches Highlight. 
Das Motto: „Wie im Traum“. Die Kulisse ist prächtig, die Stimmung zauberhaft, der Auftritt der Debütanten voller Emotionen. Am Sonnabend ließ sich viel Prominenz im Opernhaus sehen.

Hannover. Einfach mal der Welt entfliehen, das Opernhaus macht es für zwei Tage möglich, hat sich seit Freitag in ein „Schloss der Träume“ verwandelt – so ist die Hauptbühne betitelt, auf der das gesellschaftliche Highlight in eine traumhafte Ballnacht startete: mit einer hochklassigen Eröffnungsshow und dem glanzvollem Auftritt der Debütantinnen und Debütanten.

„Wie im Traum“ heißt des Motto des diesjährigen Opernballs. 2200 ausgelassene Ballgäste stimmen sich mit „Impossible Dream“ aus dem Musical „Der Mann von La Mancha“ und Bariton Brian Davis ein. Danach singt Ania Vegry die Traumwandlerin aus Bellinis 
„Sonnambula“. Sehenswert der schön zusammengestellte Eröffnungsfilm (von Videomagier Thilo Nass) mit traumnahen Zitaten aus „Vertigo“, „Peter Pan“ und dem Komödienklassiker „Manche mögens heiß“.

Das dürfte die größte Opiumhöhle der Stadt sein: Im oberen Foyer ist über die gesamte Breite des Hauses eine Bilderwand von einem farbstarken Opiumfeld in voller Blüte entstanden – vier Wochen ist daran gemalt worden. Überhaupt haben sich die Werkstätten wieder und vor allem mit viel Liebe zum Details mächtig verausgabt. Die riesige Tanzfläche ist vom Versailler Schloss inspiriert, die Hitchcock-Bar „Alptraum“ mit Bildern aus dem Film „Die Vögel“ in einen schaurigen Ort verwandelt worden. Wer seltsame Träume hat, kann sich auf die Couch legen. Und zwar auf die von Sigmund Freud, die täuschend echt in einer Kammer daneben aufgebaut wurde – und sich dazu den Cocktail schmecken lassen, so geht Psychologie. Was die Ausstattung betrifft, da kann kein anderer Opernball der Republik und darüber hinaus mithalten.

„Der Zuspruch unserer Besucher ist traumhaft, Gäste kommen sogar aus Polen und Kalifornien“, schwärmt Opernintendant Michael Klügl (61) über den Abend im Dreivierteltakt. Das Staatsorchester spielt in Bestform die Klassiker, natürlich den Donauwalzer und etliche Polkas. Im Wechsel liefert die Thilo-Wolf-Band die etwas treibendere Tanzmusik – unterstützt von den Hinguckern David and the Tobinettes. In der „Verkehrten Welt“, der Disko mit den coolen Op-Art-Bildern an den Wänden, legt DJ Spax auf.

Auch kulinarisch darf geträumt werden, zum Beispiel bei der Eisbombe „Traumschiff“. Und der Traum ist noch nicht zu Ende: Am Sonnabend ging der ausverkaufte Ball für 2200 Gäste ab 19 Uhr weiter.

Henning Queren


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