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Silbersee: Die Badeinsel, zu der der 20-Jährige geschwommen war,  liegt rund 100 bis 125 Meter vom Ufer entfernt.

Silbersee: Die Badeinsel, zu der der 20-Jährige geschwommen war, liegt rund 100 bis 125 Meter vom Ufer entfernt.
 © Elsner

Badeunfall

Tragischer Tod im Silbersee

Nach dem tragischen Tod eines Hannoveraners (20) am Montagabend im Silbersee in Langenhagen werden immer mehr Details in dem Fall bekannt. Die Polizei geht davon aus, dass den 20-Jährigen beim Schwimmen die Kräfte verließen.

Hannover.  Das Drama vom Silbersee – am Dienstag wurden neue Details über den Badeunfall eines Hannoveraners (20) am Montagabend in Langenhagen bekannt. Nach rund eineinhalb Stunden Suche war der 20-Jährige gegen 23 Uhr von Rettungskräften geborgen worden. Eine Wiederbelebung verlief erfolglos: Der Mann war tot (NP berichtete). Unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand er nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei nicht. Sprecher Philipp Hasse: „Es gibt keine Hinweise darauf.“

Der 20-Jährige war mit zwei Freunden (18, 20, beide aus Hannover) gegen 21.25 Uhr zum Schwimmen in den Silbersee gegangen. Ziel der jungen Männer war eine Badeinsel. Der kleine Ponton befindet sich „etwa 100 bis 125 Meter vom Ufer entfernt“, schätzt Torsten Semmler, Erster Vorsitzender der DLRG Langenhagen. Während der 18-Jährige wieder an Land zurückkehrte, schwammen die beiden 20-Jährigen weiter. Die Polizei geht davon aus, dass beim Opfer die Kräfte nachließen. Er rief um Hilfe.

Taucher suchen 120 Meter lange Strecke ab

Der Freund auf der Badeinsel und der Begleiter vom Strand eilten zu dem 20-Jährigen. „Sie haben versucht, ihn zu ergreifen“, sagt Hasse. Ohne Erfolg. Der Hannoveraner war unter Wasser verschwunden. Vom Ufer aus alarmierten die Freunde die Retter. Rund 20 Minuten nach der Alarmierung stieg laut Stephan Bommert, Sprecher der Stadtfeuerwehr Langenhagen, der erste Taucher in den See. Insgesamt suchten zwölf Taucher eine etwa 120 Meter lange Strecke zwischen dem östlichen Seeufer und der Badeplattform ab. Gleichzeitig wurde das Gewässer mit Scheinwerfern ausgeleuchtet. Schwierig für die Retter: „Der See ist sehr trüb“, so Bommert. Nach etwa eineinhalb Stunden fanden die Taucher den jungen Mann. Bommert schätzt, dass er in drei bis vier Metern Tiefe und einer Entfernung von rund 60 Metern zum Strand lag. Der 20-Jährige war bereits tot.

Über Obduktion noch nicht entschieden

Hinweise auf Fremdeinwirkung liegen der Polizei nicht vor. Ob der Tote dennoch obduziert wird, ist unklar: „Darüber wurde noch nicht entschieden“, sagt Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der 20-Jährige ist in diesem Jahr der erste Badetote in Hannover und Umgebung. Vor sechs Jahren war ebenfalls im Silbersee ein fünfjähriger Junge ertrunken. Das Kind war ins Wasser gelaufen, um einen Ball zu holen – und ist plötzlich untergegangen.

So schlimm die zwei Todesfälle im Silbersee auch sind: Das Gewässer ist nicht gefährlicher als andere, versichert DLRG-Chef Semmler. „Alle Seen haben unterschiedliche Wassertiefen und -temperaturen. Die Leute ertrinken, weil sie nicht gut schwimmen können und sie ihre Kräfte falsch einschätzen.“

Das kommt immer wieder vor, endet aber zum Glück nicht immer so tragisch wie bei dem Jungen und dem 20-Jährigen: Erst am vergangenen Wochenende sei ein Vater zur DLRG gekommen, die an Wochenenden und an bestimmten Werktagen am Silbersee ehrenamtlich die Wachstation besetzt. Der Mann erklärte, dass seine beiden Söhne auf der Badeinsel sitzen und sich nicht trauten, zurück ans Ufer zu schwimmen. Auch diese beiden Kinder hatten die Kräfte verlassen. Sie wurden von der DLRG mit dem Boot an Land gebracht.

Von Britta Mahrholz

Langenhagen, Silbersee

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