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Traurige Gewissheit

Toter aus der Leine mittels Fingerabdruck identifiziert

Seit gestern hat Roza T. (64) traurige Gewissheit: Ihr Sohn Mihail ist tot. Der 34-jährige Hannoveraner ist der Mann, dessen Leiche die Polizei am Mittwoch in Bordenau (Neustadt am Rübenberge) aus der Leine geborgen hat. Das hat ein Fingerabdruckvergleich der Ermittler ergeben.

Hannover. Mihail T. war am 11. Januar spurlos verschwunden. Am Tag vor seinem Verschwinden hatte die 64-jährige Roza T. noch mit ihrem Sohn telefoniert. Damals hatte er seinen Schlüssel verloren und musste die Tür zu seiner Wohnung an der Straße Im Heckenweg (Herrenhausen) aufbrechen, um hineinzugelangen.

Die Wohnung war es auch, die Rosa T. immer besorgter machte. „Portemonnaie mit Geld, Handy, seine EC-Karte und seine Krankenversicherungskarte lagen auf dem Tisch im Wohnzimmer“, berichtete die Mutter der Neuen Presse Anfang Februar, einen Monat nach dem Verschwinden Mihails.

Weil es nicht die Art ihres Sohnes war, tage- und wochenlang nichts von sich hören zu lassen, wuchs ihre Besorgnis von Tag zu Tag. „Wir haben sonst immer alle zwei Tage telefoniert“, sagte sie damals. Auch seine Krankheit – ihr Sohn litt unter einer Psychose – beunruhigte die Mutter.

Roza T., die vor 18 Jahren mit ihrer Familie aus der Republik Moldau nach Deutschland kam, fing damit an, den Sohn an Orten zu suchen, wo er sich aufgehalten haben könnte. Sie gab eine Vermisstenanzeige bei der Polizei auf, die mehrere Adressen in Hannover und außerhalb überprüfte und eine bundesweite Fahndung einleitete. Außerdem wandte sie sich an die Neue Presse, die über ihre Suche berichtete. Doch alle Versuche, Informationen über den Verbleib ihres Sohnes zu bekommen, blieben ohne Erfolg.

Damals war sich die 64-Jährige sicher: „Er lebt.“ Heute wurden ihre Hoffnungen, Mihail eines Tages wieder in die Arme schließen zu können, zunichte gemacht.

Die Umstände seines Todes sind nach wie vor unklar. Von dem Kopf seiner Leiche fehlt bislang noch jede Spur. Auch eine Suchaktion in und an der Leine blieb gestern Vormittag erfolglos. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Geprüft wird auch ein möglicher Zusammenhang zum Mordopfer Bernd M. (70). Körperteile des Rentners waren im vergangenen Sommer im Mittellandkanal aufgefunden worden - ebenfalls ohne Kopf. Auffällig: Die Wohnung des Toten an der Haltenhoffstraße (Herrenhausen) liegt nur wenige Straßen von der Wohnung von Mihail T. entfernt. Der Fall von Bernd M. ist weiterhin nicht aufgeklärt.

Der Arktikel wurde ergänzt.

sab/hg


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