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Meine Stadt Tödlicher Baumunfall: Staatsanwalt stellt Ermittlungen ein
Hannover Meine Stadt Tödlicher Baumunfall: Staatsanwalt stellt Ermittlungen ein
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15:10 11.03.2018
Unfallort: Gegenüber vom Landesmuseum war der Ast herabgestürzt.   Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Ein Gutachten, dass die Stadt zunächst von jeglicher Mitschuld an dem Unglück freisprach, wurde von den Hinterbliebenen angezweifelt. Doch auch diesen Bedenken wurde jetzt von gutachterlicher Seite eine Absage erteilt.

Rückblick: Nach dem tragischen Unglück im August 2017 stellte sich heraus, dass bereits vor dem Unfall ein Riss an dem Ast entstanden war. Hätte die Stadt diesen Riss sehen müssen? „Die Gutachterin hatte bereits vor einiger Zeit festgestellt, dass die Schäden, von außen nicht zu erkennen gewesen sind“, erklärt Klinge.

Der Anwalt der Hinterbliebenen ließ diesen Punkt zuletzt nochmal genau prüfen – und gab zudem zu Bedenken, dass der Baum an einem Pilzbefall gelitten habe. Hat die Stadt in ihrer Verkehrsicherheitspflicht versagt und liegt damit eine fahrlässige Tötung vor?

Doch auch diesen neueren Bedenken ist jetzt die Absage erteilt worden. „In einem zusätzlichen Gutachten wurde festgestellt, dass dieser Pilzbefall nicht hätte gesehen werden können“, sagt Klinge. „Selbst wenn man am Tag vor dem Unglück den Baum angeguckt hätte, die Gefahr nicht zu erkennen gewesen wäre.“ Damit liege keine Fahrlässigkeit vor, betont der Oberstaatsanwalt.

Bevor die Akten zu dem Fall geschlossen werden, wartet die Staatsanwaltschaft ab, ob der Anwalt der Hinterbliebenen noch eine weitere Beschwerde gegen das neuerliche Gutachten vorbringt.

Von Simon Polreich

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