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Meine Stadt Tierischer Spaß mit Uhu Lulu
Hannover Meine Stadt Tierischer Spaß mit Uhu Lulu
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17:58 27.02.2018
ANIMALISCH: Besonders toll fanden die Kinder der 4 e der Grundschule am Sandberge die Augen von Uhu Lulu. Fürs Foto posiert Lulu ganz ruhig auf Falkner Rouven Poleps Arm.  Quelle: Fotos: Wilde
Hannover

 Sprite war die älteste Wisentkuh in Springe. 28 Jahre hat „sie den Besuchern viel Freude gemacht“, erzählte Thomas Hennig, Leiter des Wisentgeheges. Vor wenigen Tagen musste Sprite eingeschläfert werden. „Sie hatte keine Chance, wieder gesund zu werden. Sie konnte nicht mehr aufstehen, nicht mehr fressen, da haben wir beschlossen, das Leiden zu verkürzen“, sagte der 54-jährige Förster. Mucksmäuschenstill war es in der Ellipse des Madsack-Haupthauses, als Hennig die Frage von Tom (10) nach den Nachteilen seines Jobs beantwortete. „Da waren wir sehr, sehr traurig“, so Hennig, „wie jedes Mal, wenn eines unserer Tiere stirbt. Bei vielen sehen wir die Geburt, sehen, wie sie bei uns aufwachsen und wie sie wieder gehen, weil sie nicht so alt werden wie wir Menschen. Das tut manchmal schon weh.“

Fotos: Wilde

Mehr als 30 Fragen stellten die 25 Schülerinnen und Schüler der 4 e der Grundschule am Sandberge. Neben Hennig war Rouven Polep, Chef der Falknerei im Wisentgehege, Gesprächspartner. Auch der 40-Jährige sprach ganz offen über seinen Job und seine Tiere. Dass Polep früher Computerspezialist war und mit Anfang 20 über einen Jagdschein zur Falknerei gekommen ist, erfuhr Adin (9). Dass er deutlich mehr als acht Stunden am Tag arbeitet, „bei Geburten auch manchmal rund um die Uhr“, bekam Amalios (10) heraus. Emilia (10) erzählte Thomas Hennig, dass die Wisente seine Lieblingstiere sind und ihre Namen alle mit den Buchstaben Sp (für Springe) beginnen müssen. „Bei 365 Geburten in den letzten Jahren sind mittlerweile ganz schön exotische Namen dabei.“

Jordis (9) fand heraus, dass es 100 Arten und rund 450 Tiere in Springe gibt. Nele (9) stellte die Frage nach dem schnellsten Tier im Wisentgehege. Diese Antwort ließ alle 25 staunen. „Das ist der Wanderfalke. Der stürzt mit Tempo 400 zu Boden. Damit ist er viel schneller als ein Formel-1-Auto.“ Und dann gab es auch noch einen Überraschungsgast: Uhu Lulu ist 16 Jahre alt, kann den Kopf fast ganz rumdrehen (um 270 Grad) und hat Augen, „die einen echt in ihren Bann ziehen können“, so Chef-Falkner Polep. Ganz nah ran durften die NP-Schülerreporter an Lulu – viele machten ihr tierisches Foto.

Von C. Dannowski

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