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IN DEN SERENGETI-PARK: Gestern waren  Patienten und Mitarbeiter der Klinik für Psychiatrie der Medizinischen Hochschule Hannover erstmals in Hodenhagen zu Besuch. Ab Mai läuft das Projekt zur tiergestützten Therapie bei psychischen Erkrankun

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IN DEN SERENGETI-PARK: Gestern waren Patienten und Mitarbeiter der Klinik für Psychiatrie der Medizinischen Hochschule Hannover erstmals in Hodenhagen zu Besuch. Ab Mai läuft das Projekt zur tiergestützten Therapie bei psychischen Erkrankun© Frank Wilde

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Gesundheit

Tierische Therapeuten

Neues Projekt im Serengeti-Park soll psychisch Kranken mit tiergestützter Therapie helfen.

Hannover. „Immer, wenn ich mit Tieren Kontakt habe, gehts mir gut“, sagt Kerstin Tschörtner, während sie den Katta-Affen auf ihrer Schulter mit einem Stück Banane füttert. Die 21-Jährige leidet am Borderline-Syndrom. „Im Moment bin ich nicht in stationärer Behandlung, aber vor anderthalb Jahren ging es mir sehr schlecht“, so Tschörtner.

In der Klinik für Psychiatrie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) kam sie damals erstmalig mit der tiergestützten Therapie in Berührung - dort setzt man seit 15 Jahren auf den positiven Effekt von Tieren in der Behandlung psychischer Erkrankungen. Kerstin Tschörtner kann das bestätigen: „Plötzlich waren all meine negativen Gedanken weg, als ich damals im Zirkus Krone einen Seelöwen streicheln konnte“, beschreibt sie. Das Tier habe ihr Vertrauen und ein Gefühl der Geborgenheit gegeben.

Gestern war die junge Frau gemeinsam mit Vertretern der Klinik für Psychiatrie der MHH im Serengeti-Park in Hodenhagen zu Besuch. Der Tierpark und die Klinik haben ein gemeinsames Projekt gestartet. „Von Mai bis September werden einmal im Monat Patienten und Therapeuten bei uns zu Besuch sein“, erklärt Geschäftsführer Fabrizio Sepe. Andreas Wessels, Referent des Klinikdirektors der Psychiatrie, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir erleben, dass sich Patienten, die sich völlig von der Außenwelt zurückgezogen haben, plötzlich über den Kontakt mit Tieren wieder öffnen“. Im Serengeti-Park haben Patienten die Möglichkeit Katta-Affen oder Elefanten zu streicheln.

„Die Patienten empfinden Freude, das wirkt sich auch positiv auf ihre Erkrankung aus“, so Wessels weiter. Weiterer Effekt: Im Serengeti-Park kommen die Patienten durch andere Besucher auch wieder mit Menschen in Kontakt. „Viele Patienten ziehen sich aufgrund ihrer Erkrankung sehr zurück“, erklärt Wessels. Ist die Therapie für jeden geeignet? „Nein, nur für Patienten, die nicht mehr in einem akuten Stadium sind“, schränkt er ein.


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