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Meine Stadt Schüler bei der Reiter- und Hundestaffel der Polizei
Hannover Meine Stadt Schüler bei der Reiter- und Hundestaffel der Polizei
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09:53 01.03.2018
GELASSEN:Bei der Pferdestaffel der Polizei sind die Pferde Menschen- mengen gewohnt. Da gibt es auch bei 38 kleinen Reportern keine Panik. Quelle: Fotos: Heusel
Hannover

 Diese Anlage ist keine typische Polizeiwache. Am Welfenplatz ist die Reiter- und Hundestaffel der Polizeidirektion Hannover ansässig. Polizeipräsident Volker Kluwe (61) hatte 38 NP-Nachwuchsreporter der Klasse 4 c von der Grundschule Suthwiesenstraße und der Klasse 4 b der Ratsschule Berenbostel eingeladen, sich die Polizeiarbeit mit Hunden und Pferden anzugucken.

Über den großen Innenhof, der mit den roten Backsteinbauten der Polizeidirektion am Welfenplatz umrahmt ist, ging es für die Schülerreporter in die Ställe. Dort stehen die hübschen und großen Pferde der Staffel in ihren Boxen. Nebenan in der Reithalle hatten sich sechs der Pferde schon warm gemacht. Dann wurde es warm, denn die Polizisten legten Feuer – die Pferde liefen ganz entspannt vorbei. Auch vor Regenschirmen, Rasseln, Trompeten und großen Plakaten hatten die Vierbeiner keine Angst. Die Kinder guckten dabei ganz ruhig und gespannt zu.

Fotos: Heusel

Olaf Schanz (heute 45 geworden) ist Chef der Reiter- und Hundestaffel – und versucht bei den Fragen der Schüler in der Pressekonferenz dran zu bleiben. „Was passiert mit den Tieren, wenn sie alt oder krank sind?“, möchte Franziska (9) aus der Ratsschule Berenbostel wissen. „Die Pferde bleiben hier bis sie etwa 15 sind. Dann haben wir Leute, die unsere Pferde übernehmen wollen. Die gehen dann dort in Rente“, weiß Scholz. „Die Hunde leben bei ihren Hundeführern und bleiben auch im Ruhestand dort.“ 31 Polizeipferde gibt es in Hannover, sowie 31 Hundeführer und aktuell 29 Hunde.

„Muss man gut in der Schule sein, um Polizist zu werden?“, fragt Olivia (10) von der Grundschule Suthwiesenstraße den Polizeipräsidenten. Der hat auch gleich eine Antwort parat: „Man muss nicht überall eine Eins haben, aber man muss schon gut sein. Für das Studium bei der Polizei braucht man Abitur.“ Am Ende wird die Fragerunde auch persönlich, denn Sara (9) möchte vom Polizeipräsidenten wissen, was sein schönstes Erlebnis als Polizist war. Einige Zeit musste Kluwe darüber nachdenken, aber dann fällt ihm doch etwas ein: „Ich finde es toll, Kindern zu helfen. In meinen Anfangszeiten wurde ein Kind – etwas jünger als ihr – entführt. Das Kind konnte unverletzt gefunden werden. Ich werde nie vergessen, wie sich das Kind an mich gekuschelt hat. Ich war nämlich einer der ersten vor Ort damals.“

Zum Abschluss durften die Schüler wieder zurück in die Reithalle – dieses Mal aber zu den Hunden. Sie konnten zuschauen, wie die Hunde Gegenstände suchen und einen Polizisten in den Arm beißen – natürlich in Schutzkleidung.

Von Karina Hörmann

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