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KNALLORANGE: Das auffällige Messflugzeug. Kleines Bild: Die grüne Linie markiert die Flugroute.

KNALLORANGE: Das auffällige Messflugzeug. Kleines Bild: Die grüne Linie markiert die Flugroute.

Hannover

Tiefflüge für die Airport-Sicherheit

Ein kleiner orangefarbener Flieger kreiste Donnerstag stundenlang über Regionsgebiet – um das Instrumentenlandesystem am Flughafen zu überprüfen.

Langenhagen. Auffällig farbenfroher Flieger: Eine Propellermaschine der besonderen Art kreiste am Donnerstag stundenlang über Regionsgebiet, meist nahe Flughafen, überwiegend in geringer Höhe.

Der zweimotorige Tiefdecker flog im Auftrag der Deutschen Flugsicherung (DFS). An Bord waren Experten der Braunschweiger Flight Calibration Services GmbH (FCS) – um das Instrumentenlandesystem (ILS) am Airport zu überprüfen.

„Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Luftverkehr“, sagt FCS-Geschäftsführer Rüdiger Schmidt – und bringt auf den Punkt, was das ILS ausmacht: Es unterstütze Piloten bei der Landung – mit Hilfe zweier Leitstrahlen. So ermögliche das System auch bei schlechter Sicht das sichere Aufsetzen. Die Signale der ILS-Sender in Landebahnnähe zeigten dem anfliegenden Piloten im Cockpit genau an, ob er zu weit rechts, zu weit links, zu hoch oder zu niedrig fliege.

Gegen 9.30 Uhr war die FCS-Maschine vom Typ Beechcraft King Air 350 Richtung Steinhuder Meer gestartet. In rund 1150 Metern Höhe düste die auffallend orange- und silberfarbene Propellermaschine Richtung Funkfeuer Nienburg, dann über Celle bis zum Funkfeuer Leine zwischen Laatzen und Sarstedt, anschließend gings zurück zum Flughafen. „Leider geht das nicht ohne Geräuschbelästigung“, bedauert FCS-Chef Schmidt mit Blick auf Anwohner im Bereich der Tiefflugroute der Maschine.

An Bord des Sechs-Millionen-Euro-Fliegers sei modernste Messtechnik im Wert von rund drei Millionen Euro installiert. Instrumentenlandesysteme müssten laut einer internationalen Vorschrift alle 180 Tage überprüft werden. FCS, ein Gemeinschaftsunternehmen von DFS sowie österreichischer und Schweizer Flugsicherung, habe 37 Mitarbeiter und zwei eigene Messflugzeuge. Die Firmenbasis liegt am Braunschweiger Flughafen nahe Luftfahrtbundesamt und Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung.

Am Freitag werden die Messflüge am Airport Hannover fortgesetzt.

Von Andreas Körlin


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