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Meine Stadt Thönse: Aus für die rasenden Mäher
Hannover Meine Stadt Thönse: Aus für die rasenden Mäher
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06:16 31.08.2012
VOLLGAS: In ihren frisierten Rasenmähern drehten am Wochenende 84 Teams ihre Runden. 18.000 Fans verfolgten das Spektakel. 2013 soll Schluss sein. Quelle: Walter
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Hannover

Einst als spinnertes Hobby belächelt, hat sich das Thönser Rasenmäher-Treckerrennen zu einer der größten Freizeitveranstaltungen in der Region gemausert: Zur elften Auflage am Wochenende kamen rund 18?000 Besucher, um die 84 Teams auf ihren frisierten Mähern im Kreis über einen präparierten Acker bei Thönse (Burgwedel) fahren zu sehen. Damit aber ist Schluss: Chef-Organisator Heiko Wöhler und seine Mitstreiter vom Verein „Thönse 24“ wollen das Rennen nur noch für den 24. und 25. August 2013 organisieren und sich dann zurückziehen.

„Die Veranstaltung ist mit Ehrenamtlichen nicht mehr zu stemmen. Und bei einem Etat von inzwischen 25?000 Euro ist das finanzielle Risiko zu hoch“, so Wöhler. Den Entschluss aufzuhören, „wenn es am schönsten ist“, habe man im Verein schon vor zwei Wochen getroffen. Sollte jemand die Organisation des Rennens an anderer Stelle fortführen wollen, werde man mit Rat zur Seite stehen. Seit 2009 hatte die Hannover-Marketing-und-Tourismus GmbH (HMTG) das Thönser Rasenmäher-Treckerrennen mit Werbeplakaten unterstützt und durch die umfängliche Verteilung wohl mit zum Aufschwung beigetragen. „Dass jetzt Schluss ist, ist sehr, sehr schade“, sagt HMTG-Chef Hans Nolte, „das war eine tolle Veranstaltung mit einem riesigen Spaßfaktor.“

Den Rückzug aus der Organisation könne er aber nachvollziehen: „Das ist wie beim Maschseefest. Irgendwann ist so eine Veranstaltung so groß, dass sie durch Ehrenamtliche nicht mehr zu bewerkstelligen ist.“ Das Rasenmäher-Treckerrennen sei ohne Zweifel „längst über das Thema Hobby hinweg“.

Auch Burgwedels Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt findet das Aus sehr bedauerlich: „Wir als Stadt sind dankbar, dass dieses lustige Rennen so viele Jahre erfolgreich war. Ich habe aber noch die Hoffnung, dass das Rasenmähertreckerrennen vielleicht unregelmäßig weiter stattfindet.“ Die Entscheidung der Organisatoren könne er ebenfalls verstehen: „Das Ganze hat ja sehr große Ausmaße angenommen“, so Burgwedels Bürgermeister, der nach eigenem Bekunden selbst regelmäßig zum Zuschauen nach Thönse kam.

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