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Meine Stadt Teure Pläne für den Kronsberg
Hannover Meine Stadt Teure Pläne für den Kronsberg
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21:31 29.01.2018
Die Stadt stellt den Anwohnern des Kronsberges die Pläne für die Infrastruktur vor. Anwohner können Kritik äußern. Quelle: Heusel
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Hannover

Die Rechnung scheint simpel: Bei steigender Bevölkerungszahl braucht man auch mehr Platz. Doch so einfach ist das am Kronsberg nicht. Immerhin muss ein komplettes Konzept aufgestellt werden. Für einen kleinen Stadtteil.

„Der Bedarf nach Kindergartenplätzen, Schulen und zusätzlichen Sportflächen steigt“, stellte am Montagabend Stadträtin Rita Maria Rzyski fest. Seit 2000 habe sich am Kronsberg die Bevölkerungszahl nahezu verdoppelt – inzwischen leben hier rund 20 000 Menschen . Bis 2030 sollen es sogar 27 000 sein. Nicht zuletzt deswegen, weil man erst im vergangenen Jahr dort das größte Neubaugebiet Niedersachsens beschlossen hat.

Folgt man dem Plan der Stadt, der den Bürgern vorgestellt wurde, soll die Blaue Schule weichen. Die Außenstelle der IGS-Kronsberg, die sich dort befindet, wird danach an den Standort des Haupthauses angeschlossen. Im Gegenzug will man eine Grundschule an der Wülfelroder Straße bauen, eine weitere soll schließlich im Neubaugebiet Kronsberg-Süd entstehen.

Für die Anwohner ein Kritikpunkt. Eberhard Tiemann, der seit 2011 am Kronsberg lebt, sieht vor allem in der Grundschule, die an der Wülferoder Straße entstehen soll, ein Problem: „Das ist die Hauptverkehrsstraße und für die Kinder gefährlich.“ Damit steht der 75-Jährige nicht alleine da  – auch Anwohnerin und Bürgermeisterin Regine Kramarek stellt den  Standort in Frage.

Nicht das einzige Thema, das zu Unstimmigkeiten führte. Auch die Vergrößerung der Bezirkssportanlage wurde kritisch gesehen. Anwohnerin Heidi Egly (66) kann sich nicht vorstellen, dass die Ausweitung reicht: „Schon jetzt platz der TSV Bemerode aus allen Nähten.“

Doch die Stadt ist zuversichtlich, dass man so alle Vereinsmitglieder auf den Verein verteilen und den Bedarf an Schulplätzen  decken könne. Was das Bauprojekt kosten soll, bleibt dagegen unklar – auch, ob sich  Anwohner an den Baukosten für angrenzende Straßen beteiligen müssen, bleibt erst einmal offen.

Mandy Sarti

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