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Sicherheit

Terror-Razzia in Hannover: Verdacht bestätigt sich nicht

Rund drei Wochen nach der Länderspiel-Absage in Hannover wegen Terroralarms hat es eine Durchsuchung bei einem jungen Mann gegeben. Seine Lehrerin soll die Polizei alarmiert haben. Doch wie konkret Planungen für einen möglichen Anschlag waren, ist immer noch unklar. 

Hannover. Nach der Absage des Fußball-Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover wegen Terroralarms hat die Polizei die Wohnung eines jungen Mannes in der niedersächsischen Landeshauptstadt durchsucht.

Der Verdacht, dass er an den Planungen für einen Terroranschlag beteiligt war, hat sich aber bislang nicht erhärten lassen. Der junge Mann wurde nach Medienberichten von den Ermittlern zwar zwischenzeitlich mitgenommen, offiziell festgenommen wurde er bei der Durchsuchung am Donnerstag aber nicht, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Freitag.

Nach Recherchen des "Spiegel" soll es sich um einen 19-jährigen Schüler handeln, der als Ordner im Stadion war, noch bei seiner Mutter wohnt und der wegen eines Videos aufgefallen war, das er bei Instagram gepostet hatte. Die Bundesanwaltschaft bestätigte diese Angaben nicht.

Der Mann stehe im Verdacht, gemeinsam mit anderen einen Anschlag auf das Spiel geplant zu haben, sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft. Er machte keine Aussagen dazu, ob bei der Durchsuchung etwas beschlagnahmt wurde.

Auch mehr als drei Wochen nach der Absage des Länderspiels in Hannover gibt es bisher keine Klarheit darüber, wie konkret Planungen für einen möglichen Anschlag waren.

Nach dem Bericht des "Spiegel" hatte eine Lehrerin die Ermittler auf die Spur des Jungen gebracht. Die Frau habe angegeben, der 19-Jährige habe sich zuletzt erkennbar radikalisiert und den Wunsch geäußert, nach Syrien zu reisen. Den Sicherheitsbehörden sei der junge Mann bislang nicht bekanntgewesen.

Das verdächtige, etwa zehn Sekunden lange Video soll am Abend des abgesagten Spiels im Stadion aufgenommen worden sein. Es soll einen jungen Mann in der Ordnerweste des DFB zeigen, der im bereits geräumten Stadion mehrere Sätze spricht, unter anderem Wortfetzen wie "pray for Rakka" (Bete für Rakka) und "al-Daula al-Islamija", die arabische Selbstbezeichnung der Terrormiliz Islamischer Staat.

Das Video soll zwei Tage nach der Spielabsage auf Instagram veröffentlicht worden sein. Am Abend des Fußballspiels waren bei den Sicherheitsbehörden konkrete Hinweise auf einen möglichen Terroranschlag auf das Länderspiel eingegangen. Demnach sollen vier Männer und eine Frau geplant haben, Sprengsätze im Stadion zu zünden.

 dpa


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