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Meine Stadt Taxisex-Prozess: Kannte der Fahrer die 38-Jährige?
Hannover Meine Stadt Taxisex-Prozess: Kannte der Fahrer die 38-Jährige?
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00:16 12.04.2013
ANGEKLAGT: Ibrahim T. wird von zwei Verteidigerinnen vertreten. Quelle: Weiss
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Hannover

Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit - selten sind sich Nebenkläger und Verteidiger so einig: In dem Dienstag eröffneten Prozess um die sexuelle Nötigung durch einen Taxifahrer war hingegen für beide Seiten klar, dass schutzwürdige Interessen erörtert werden müssen. Gemeint sind Schilderungen des generellen Sexuallebens wie auch des Tathergangs. „Drängt es sich bei dem Opfer quasi auf, die Öffentlichkeit auszuschließen, ist es bei einem Angeklagten selten - aber auch hier sind Familie und Kinder bereits betroffen und bedürfen des Schutzes“, begründete Richter André Simon seine Zustimmung.

Am ersten Verhandlungstag wurde der 48-jährige Taxifahrer Ibrahim T. zu den Vorwürfen befragt. Er soll im Juli vergangenen Jahres in der Nordstadt eine 38-Jährige aufgenommen und auf dem Weg zum Ziel in Herrenhausen sexuell genötigt haben - durch Küsse und unsittliche Berührungen im Intimbereich. Das Opfer hatte sich unmittelbar danach bei der Polizei gemeldet. Der Alkoholspiegel der Frau lag bei 2,96 Promille. Zunächst war die Rede von einer zweimaligen Vergewaltigung. Der Taxifahrer wurde in Untersuchungshaft genommen. Bereits 2002 war T. wegen sexueller Nötigung angeklagt gewesen - nach Zahlung einer Geldbuße wurde das Verfahren eingestellt.

Im aktuellen Fall hatte es eine unerwartete Wende gegeben: Die Ermittler stellten fest, dass in den Telefonen des Beschuldigten und des vermeintlichen Opfers die Telefonnummern des jeweils anderen gespeichert waren. Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin die Entlassung aus der Untersuchungshaft. Seine Arbeit als Taxifahrer darf T. bislang trotzdem nicht wieder aufnehmen. Dem vierfachen Vater wurde die Lizenz entzogen.

Am Donnerstag wird die 38-Jährige als Zeugin aussagen. Das Urteil wird voraussichtlich im Anschluss daran erfolgen.

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