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Meine Stadt Taurus investiert in Wissenschaftspark Marienwerder
Hannover Meine Stadt Taurus investiert in Wissenschaftspark Marienwerder
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09:30 09.10.2018
So soll es aussehen: Sechs solcher Gebäude will Taurus in Marienwerder bauen. Quelle: Visualisierung: Taurus
Hannover

 Alles perfekt – nur die Unterschriften auf dem Kaufvertrag fehlen noch. Das amerikanische Unternehmen Taurus, ein sogenannter „Private Equity Investor“, wird 60 Millionen Euro in den Wissenschaftspark Marienwerder stecken. Gebaut werden sechs Gebäude mit 42 000 Quadratmeter Nutzfläche für junge Firmen mit Zukunftstechnologien.

Die ersten Gespräche haben OB Stefan Schostok und die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette im vergangen Jahr auf der Expo real mit den Projektentwicklern geführt. Denen liegt sehr viel an „zukunftsträchtigen Wirtschaftsstandorten“ wie Hannover, hat Deutschland-Chef Ulrich Gerhardt versichert.

Taurus wurde 1976 in München von zwei Unternehmern gegründet und 1984 in den USA neu eröffnet. Inzwischen betreiben die Projektentwickler Technologieparks auch in Indien und Australien, haben weit mehr als 100 Mitarbeiter und fünf Milliarden Dollar angelegt.

„In Hannover kann man beruhigt spekulativ kaufen“, findet Gerhardt. Die Stadt sei wohlhabend und wirtschaftlich attraktiv; ihre Einwohner hätten ein hohes Bildungspotenzial. Sein durchaus positiv gemeinter Eindruck: „Der Hannoveraner ist saubescheiden.“

Das gute Gefühl gab den Ausschlag. Taurus will jungen Unternehmen, die aus der Gründerszene herausgewachsen sind, eine Zukunft geben. In zwei sieben- und vier viergeschossigen Gebäuden (plus einer Kantine) sollen sie Platz nicht nur für Büros, sondern auch Labors und Werkshallen finden. Als Baubeginn ist das kommende Jahr angepeilt, die Fertigstellung dann für 2022 vorgesehen.

Zusage vom Zulieferer

Aus der Option wird Wirklichkeit: Der französische Autozulieferer Faurecia wird im Wissenschaftspark Marienwerder ein „hochmodernes Innovationszentrum“ errichten. 50 Millionen Euro sind für den Bau vorgesehen.

„Der Bauantrag wird gerade vorbereitet“, so Wirtschaftsfachbereichsleiterin Kay de Cassan. Mehrere 100 Jobs entstehen. Oder werden verlagert, denn bislang sind Vertrieb, Einkauf und Verwaltung sowie eine der beiden Entwicklungsabteilungen in Stadthagen angesiedelt.

Am neuen Standort Marienwerder ziehen die Entwicklungsabteilungen aus Stadthagen (Autositze) und Peine (Interiors) zusammen. Stärkere Vernetzung ist das Ziel.

Von Vera König

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