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Meine Stadt TUI Travel kommt nicht aus den roten Zahlen
Hannover Meine Stadt TUI Travel kommt nicht aus den roten Zahlen
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15:12 01.12.2009
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Hannover. Für das kommende Geschäftsjahr (bis 30. September 2010) hofft Vorstandschef Peter Long auf die Wende. Er zeigte sich optimistisch: „Die Leute sagen, sie wollen buchen. Und wenn sie einen Job haben, dann tun sie es auch.“ Allerdings entscheiden sich viele Urlauber erst kurzfristig. 2010 werde nicht schwieriger als das Krisenjahr 2008/09, sagte Long.

Der Umsatz blieb mit knapp 13,9 Milliarden Pfund (rund 15,3 Milliarden Euro) fast stabil, obwohl das Urlaubsangebot gekappt worden war, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im operativen Geschäft verdiente TUI Travel 37 Millionen Pfund - nach einem Verlust von 184 Millionen Pfund im Vorjahr. Für die Aktionäre blieb unter dem Strich aber ein Verlust von 25 Millionen Pfund. Ein Jahr zuvor war das Unternehmen noch mit 271 Millionen im Minus gewesen.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der Gruppe im zweiten Jahr nach der Fusion mit der TUI-Veranstaltersparte. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage haben wir unseren Gewinn deutlich gesteigert“, fügte Long mit Blick auf das höhere operative Ergebnis hinzu. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich von 2,9 auf 3,2 Prozent.

Die Reisepreise dürften sich bei den TUI Travel-Veranstaltern in Europa jedoch unterschiedlich entwickeln. Während TUI Deutschland für den kommenden Sommer Preissenkungen von 5 bis 6 Prozent angekündigt hatte, sollen die Preise für Pauschalreisen der TUI Travel-Anbieter in Großbritannien im Winter um 6 Prozent und für kommenden Sommer um 3 bis 4 Prozent steigen. Grund sind laut Long vor allem der starke Euro und das im Vergleich zur europäischen Gemeinschaftswährung schwache Pfund.

Für TUI Deutschland wurden Einzelergebnisse für das entscheidende Sommergeschäft nicht ausgewiesen. Im Winter 2009 hatte die deutsche Veranstaltertochter bei Umsatz und Gästezahl 15 Prozent Minus gemacht. TUI Deutschland-Chef Volker Böttcher hatte kürzlich gesagt, die vergangene Sommersaison sei trotz zehn Prozent weniger Kunden dennoch „nicht das schlechteste Jahr“ gewesen. Die selbst gesteckten Ergebnisziele seien erreicht worden.

Der TUI-Mutterkonzern in Hannover will Mitte Dezember nach Umstellung des Geschäftsjahres auf den 30. September die Bilanz nach neun Monaten vorlegen. TUI ist mit 51 Prozent an TUI Travel beteiligt und profitiert auch von der Dividende der britischen Tochter, die um 10 Prozent auf 10,7 Pence steigen soll.

In der laufende Wintersaison sieht TUI Travel in den meisten Märkten derzeit Rückgänge zwischen neun und 16 Prozent. In Großbritannien sei bereits ein Fünftel der Kapazität für Sommer 2010 verkauft worden. Diese Zahlen seien ermutigend, sagte Long.

Durch die Fusion der TUI-Veranstaltersparte mit dem britischen Anbieter First Choice habe TUI Travel 120 Millionen Pfund eingespart. Bis 2011 sollen es 200 Millionen sein. Weitere Übernahmen hält TUI Travel am ehesten in Ländern für denkbar, in denen das Unternehmen etwa im Vertrieb noch schwach vertreten ist. In Deutschland wolle er keinen Reiseveranstalter kaufen, sagte Long. lni

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