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Meine Stadt Suff-Fahrer muss ins Gefängnis
Hannover Meine Stadt Suff-Fahrer muss ins Gefängnis
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14:19 08.03.2017
Quelle: Jan Philipp Eberstein
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hannover

Er hat schon als Dreijähriger die Schnapsgläser seiner Eltern ausgeleckt. Kurze Zeit später kam Dennis A. (28) ins Heim. Er hatte zu Hause ein Sofa in Brand gesteckt. Gestern wurde er zu einer Haftstrafe von sieben Monaten verurteilt. Mal wieder war er betrunken und unter dem Einfluss von Drogen Auto gefahren.

Amtsrichterin Cornelia Ziche ordnete die Unterbringung in einer Entzugsklinik an. „Sie haben nie den letzten Schritt gemacht“, so die Richterin.

Sieben Vorstrafen weist das Register für den 28-Jährigen auf. Immer wieder war er schwer berauscht auf Hannovers Straßen unterwegs. Zwei Mal hatte der junge Mann schon Bewährung erhalten.

Am 11. November 2015 fuhr Dennis A. mit seinem Kleinkraftrad (ohne Führerschein, ohne Versicherung) auf dem Bremer Damm - ohne Licht und auf Speed. Er wurde gefasst. Der Angeklagte hatte 2,41 Promille im Blut plus ein paar Drogen. Am 26. März 2016 dasselbe Spiel: Mit 1,8 Promille setzte sich Dennis A. ins Auto seiner Schwester; anstatt die wenigen Meter zur Shell-Tankstelle in der Wunstorfer Landstraße (Ahlem) zu gehen.

Sucht und Drogen gehören in der Familie von Dennis A. zum guten Ton. „Mein Bruder drohte mit Schlägen, wenn ich keine Drogen nehme“, erzählte der 28-Jährige. Psychiater Marc Schröder stufte den alkoholkranken Mann als vermindert schuldfähig ein und hielt eine ambulante Therapie und begleitende Psychotherapie für ausreichend.

Richterin Ziche nicht. „Sie haben zu viele Baustellen offen, als dass Ihnen noch eine ambulante Therapie helfen könnte“, sagte sie.

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