Navigation:
Sanierung: Die Leinebrücke des Südschnellwegs muss von außen stabilisiert werden – dafür werden  „Konsolen“ aus Beton gegossen, durch die dann Drahtseile gezogen und gespannt werden.

Sanierung: Die Leinebrücke des Südschnellwegs muss von außen stabilisiert werden – dafür werden „Konsolen“ aus Beton gegossen, durch die dann Drahtseile gezogen und gespannt werden.
 © Fotos: Kutter

Verkehr

Südschnellweg länger gesperrt als geplant

Schön, dass am Montag früh der Südschnellweg wieder frei ist! – Dachte sich der eine oder andere, dessen Strecke per Auto oder Lkw über diese Stadtautobahn Hannovers führte. Doch Pech gehabt: Weil der an einer Brücke zur Stabilisierung gegossene Beton nicht schnell genug fest wurde, blieb der Strecken abschnitt deutlich länger gesperrt – Folge: Stau, Stau, Stau.

Hannover.  Doch noch gesperrt: Wer darauf vertraut hatte, dass der seit Samstagfrüh 5 Uhr zwischen Landwehrkreisel und Hildesheimer Straße gesperrte Südschnellweg in Hannover am Montagmorgen von 5 Uhr an wieder frei ist wie angekündigt, erlebte eine Enttäuschung – und landete vermutlich mit vielen anderen Verkehrsteilnehmern im Berufsverkehrschaos. Grund der Verzögerung: Der Beton war noch nicht fest genug, um die Leinebrücke wieder für die Last der Fahrzeuge freizugeben.

„Der Beton braucht eine bestimmte Anfangsfestigkeit“ erklärt Friedhelm Fischer, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenverkehr. „Die prüfen wir in Intervallen – und kurz vor 5 Uhr war er eben noch nicht fest genug – das lag an den niedrigen Temperaturen.“ Lasse man die Fahrzeuge zu früh über die betonierten so genannten Konsolen zur Stabilisierung der Leinebrücke, dann könnten Risse entstehen und am Ende die Stahlarmierung beschädigt werden. „Ein Tick wärmer, und es hätte gereicht“, sagt Fischer.

Die nächste Sperrung des Südschnellwegs auf diesem Abschnitt steht bevor: Auch die „Leineflutbrücke“ (etwa 500 Meter weiter westlich über die Ricklinger Kiesteiche führend) erhält die Konsolen, durch die Leerrohre führen, durch welche dann Drahtseile geführt und gespannt werden, um dem Bauwerk mehr Stabilität zu verleihen. Laut Fischer soll das im Januar stattfinden – sofern die Temperatur das zulässt: „Am besten ist es, wenn es nicht kälter als um Null Grad ist, höchstens im niedrigen eins Bereich darunter.“ Regen hingegen sei kein Problem für den beton, „höchstens für diejenigen, die ihn einbringen müssen“, sagt der Straßenbauexperte. Gibt es aber zu Jahresbeginn eine Kälteperiode, dann könne es auch „März oder April“ werden.

Die Stabilisierungsarbeiten sind für vier Brücken entlang des Schnellwegs erforderlich (siehe Grafik). Die größte ist dabei die Brücke über die Hildesheimer Straße – sie ist seit Mai 2013 in jede Richtung nur noch einspurig freigegeben, das wird noch einige Jahre so bleiben – bis dann ab 2022 die neue Lösung gebaut wird: ein Tunnel, der soll 2030 fertig sein – bis dahin soll es eine Behelfsbrücke geben.

Von RALPH HÜBNER


Anzeige
Bildergalerien Alle Galerien
Martin Schulz kritisiert die aggressive Rhetorik der CDU. Sollte in der Politik ein anderer Umgang herrschen?

City Click

"Märchenhafte Stimmung über dem Tiergarten" - so betitelte NP-Leserin Catharina Cordes ihr Foto. In der Tat: Ein märchenhaftes Bild.

zur Galerie

Schicken Sie uns Ihren City Click!

Haben Sie ein tolles Motiv fotografiert? Die Redaktion wählt mehrmals pro Woche die schönsten Leserfotos aus und veröffentlicht sie in der City Click Galerie.

Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok