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Rund 200 Bürger waren am Mittwoch ins Freizeitheim Döhren gekommen. Dort informierten Stadtbaurat Uwe Bodemann und Wirtschaftsminister Olaf Lies (oben von links) über den Umbau des maroden Südschnellwegs.© Tim Schaarschmidt

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Hannover

Südschnellweg: Keine Zeit für Klagen gegen das Projekt

Im Jahr 2023 soll der Südschnellweg-Umbau beginnen. Bis dahin scheint noch viel Zeit zu sein. Wie eng gestrickt der Plan tatsächlich ist, wurde bei der Info-Veranstaltung am Mittwoch deutlich, zu der Wirtschaftsminister Olaf Lies und Hannovers Stadtbaurat Uwe Bodemann ins Freizeitheim Döhren geladen hatten. „Im Grund können wir uns keine Klage erlauben“, machte Lies deutlich.

Hannover. Das Problem: Experten prognostizieren die Haltbarkeit der kaputten Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße auch notdürftig verstärkt nur bis 2023. Nach hinten gibt es also kaum Luft. Um eine Klage gegen das Projekt zu verhindern, die zu zeitlichen Verzögerungen führen könnte, will Lies deshalb „größtmögliche Akzeptanz schaffen“. Und Akzeptanz schaffen heißt für ihn: den Tunnel bauen.

Eine überdachte Trogstrecke, die die bisherige Hochbrücke ersetzt, war das Ergebnis des Ideenwettbewerbes, den das Land zu dem Megaprojekt ins Leben gerufen hatte. Und es ist auch die Lösung, die die Anlieger in Döhren bevorzugen. Rund 200 waren ins Freizeitheim gekommen. Dort wollte Stefan Wittke, Sprecher des Wirtschaftsministeriums, unter anderem wissen, ob jemand gegen den Tunnel sei? Keine Einwände.

Das erhoffen sich Land und Stadt auch vom Bund, der den Großteil der Kosten stemmen müsste. Der „wesentliche Schritt in den nächsten Jahren“ ist laut Minister Lies der Vermerk des Bundes zu dem Vorhaben, den er für 2017/2018 erwartet. Bis dahin sei allerdings noch „viel Überzeugungsarbeit“ zu leisten. Er hofft jedoch, dass die bei einer Klage drohenden Zeitprobleme auch für den Bund ein Argument für den Tunnel sein werden.

Grundsätzliche Kritik an dieser Variante gab es auf der Info-Veranstaltung nicht. Allerdings wollten Anlieger wissen, wie sich die Arbeiten während der drei bis fünf Jahre dauernden Bauphase auswirken und ob dadurch viele der ohnehin knappen Parkplätze entfallen werden. Laut Projektleiter Hanel sind die Planer gesetzlich verpflichtet, die Auswirkungen durch die Arbeiten auf Anlieger zu minimieren. Auch der Lärmschutz werde berücksichtigt.


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