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Hannover

Süd-Link: Stromtrasse soll in den Osten der Region Hannover

Die geplante Stromautobahn Süd-Link wird die Region Hannover womöglich nur in den Bereichen Burgdorf und Uetze tangieren. Am Dienstag hat der Betreiber Tennet die Ostvariante als vorläufigen Vorzugskorridor vorgestellt. Die Alternative eines westlich verlaufenden Korridors bleibe aber durchaus möglich, betonte Tennet-Sprecherin Ulrike Hörchens.

Hannover. Die Festlegung auf eine Vorzugsvariante und eine Alternative ist zwingende Voraussetzung dafür, dass das Antragsverfahren bei der Bundesnetzagentur beginnen kann. Die Zeit drängt, wenn die Stromtrasse planmäßig 2025 den Betrieb aufnehmen soll. „Dann müssen die Baggerarbeiten spätestens 2021 beginnen, die Bauzeit beträgt vier Jahre“, so Hörchens.

Die jetzt vorgestellte Vorzugsvariante sei das Ergebnis umfangreicher Abwägungen, bei denen auch Hinweise aus den Bürgerdialogen eingearbeitet worden seien: „Es ist die Variante, die nach dem jetzigen Planungsstand Mensch und Natur am wenigsten beeinträchtigt.“

Trotz der Vorläufigkeit herrscht im Westen Erleichterung. „Mir fällt ein Stein vom Herzen“, so Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf. Für Seelzes Bürgermeister Detlef Schallhorn ist die Ankündigung „erst mal noch keine Entwarnung“. Aber immerhin ein Zeichen, dass die Argumente der Kritiker offenbar gehört worden seien.

Skepsis dagegen im Osten: „Das kommt für uns nicht ganz überraschend“, sagt Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg. Den Planungen der Gemeinde stehe die Trasse zwar nicht im Wege, aber „das sieht natürlich bei der Landwirtschaft anders aus“. Der Landvolk-Kreisvorsitzende Holger Hennies aus Schwüblingsen ergänzt: „Egal, wo die Trasse verläuft: Es wird einen massiven Eingriff in die landwirtschaftliche Nutzung geben.“

Der Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt begrüßte die Variante. Tennet habe zudem erklärt, dass die Landwirte für die während der Bauphase unvermeidbaren Beeinträchtigungen voll entschädigt würden. Nach Abschluss der Bauarbeiten und einer Regenerationsphase könnten Böden in der Regel normal landwirtschaftlich genutzt werden. Das jedoch bezweifelt Hennies: „Wir werden auf den Flächen in Nähe der Trasse nicht mehr Zwiebeln, Silberzwiebeln, Gemüse und Frühkartoffeln erfolgreich anbauen können“, sagt er. Denn die Wärme des Erdkabels und die Entwässerungswirkung des Kiesbetts der Trasse würden zu bleibenden Schäden führen.kra


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  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
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