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Meine Stadt Sudanesen wollen Weißekreuzplatz nicht räumen
Hannover Meine Stadt Sudanesen wollen Weißekreuzplatz nicht räumen
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21:52 06.03.2016
INFORMATIONEN: Bei einer Pressekonferenz sprechen die Protestcamper über ihre Pläne. Quelle: Behrens
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Hannover

Das Camp der Sudanesen steht seit etwa 22 Monaten auf dem Platz in der Oststadt. Gebracht hat es den Afrikanern bisher wenig. „Man schreit und schreit und keiner hört zu“, sagt Essam Abdel Mahmoud. Der 44-Jährige ist einer der Männer, die sich dafür engagieren, dass Deutschland die Beziehungen mit dem aktuellen sudanesischen Präsidenten Umar al-Bashir einstellt und die Bearbeitungszeit der Asylanträge der geflüchteten Sudanesen in Deutschland beschleunigt.

Um die Aufmerksamkeit auf ihre Anliegen zu lenken, planen die Sudanesen künftig mehr Aktionen, zum Beispiel eine Mahnwache vor der sudanesischen Botschaft in Berlin. Und sie wollen sich nicht von Weißekreuzplatz vertreiben lassen. „Das Camp ist für uns ein Symbol. Außerdem ist es wichtig, damit wir einen Treffpunkt haben, um unseren Protest zu planen“, erklärt Mahmoud.

Doch die Zelte auf dem Weißekreuzplatz gefallen nicht jedem: Die Bürgerwehr Hannover plant für Sonnabend, 19. März, eine Demonstration gegen das Camp, hat angekündigt, den restlichen Teil des Platzes ebenfalls mit Zelten zu besetzen, um die Sudanesen dazu zu bewegen, den Platz zu räumen. Die Sudanesen fühlen sich außerdem von der Polizei unter Druck gesetzt, die regelmäßig im Camp kontrolliert, ob alle Auflagen erfüllt werden. Sabine Daniels, Bezirksratsfrau in Herrenhausen/Stöcken (Die Linke), sagte den Flüchtlingen am Sonnabend ihre Unterstützung zu.

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