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Meine Stadt Sturm behindert immer noch Bahnverkehr
Hannover Meine Stadt Sturm behindert immer noch Bahnverkehr
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09:57 01.04.2015
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Hannover

Nach dem Durchzug des Sturmtiefs "Niklas" hat sich die Lage in Niedersachsen und Bremen beruhigt. Am Mittwochmorgen nahm die Bahn den Betrieb wieder auf. Ein Großteil der Verbindungen sei freigegeben, teilte ein Sprecher mit. Infolge der noch bestehenden Streckensperrungen werden die ICE-Züge zwischen Berlin und Hannover via Braunschwieg umgeleitet, die Züge zwischen Hannover und Bremen fahren via Osnabrück oder Hamburg - entsprechende Verspätungen gibt es vor allem im Fernverkehr. Außerdem haben sich am frühen Vormittag im Hauptbahnhof Hannover lange Schlangen vor der Information und dem Ticket-Schalter gebildet.

"Die Aufräumarbeiten sind soweit abgeschlossen. Es kann trotzdem zu vereinzelten Verspätungen und Zugausfällen kommen." Die Bahn hatte wegen des Wetters ab Dienstagnachmittag den Regionalverkehr in ganz Niedersachsen eingestellt. Viele Reisende mussten die Nacht an Bahnhöfen verbringen.

In ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz starben wegen des Sturms neun Menschen. Zahlreiche umgestürzte Bäume und umherfliegende Gegenstände beschäftigten Feuerwehr und Polizei. Die Feuerwehr Hannover musste bis in die Nacht 329 Einsätze abarbeiten. Teils waren über 450 Rettungskräfte im Einsatz. Menschen wurden jedoch nicht verletzt. Größtenteils lösten umgeknickte Bäume oder umherfliegende Trümmerteile die Notrufe aus. In der Stadt durchschlug ein Nadelbaum einen Dachstuhl. Andernorts knickte ein Baum auf eine Oberleitung der Stadtbahn und beschädigte Autos.

In Bremen verzeichnete die Feuerwehr 182 Einsätze. Auch hier durchschlug ein Baum das Dach eines Mehrfamilienhauses. Verletzt wurde niemand. Auf der Bahnstrecke Bremen-Hamburg musste zeitweise der Strom abgestellt werden. Umgestürzte Bäume hatten die Oberleitung beschädigt. Größerer Sachschaden entstand bei einem Unfall mit einem Feuerwehrfahrzeug in Nordhorn. Eine teure Hubrettungsbühne wurde auf dem Weg zu einem Einsatz von einer Windböe erfasst und rutschte in den Seitengraben. Der Schaden beläuft sich auf etwa 500 000 Euro.

In der Nähe von Bersenbrück verunglückte ein 62-Jähriger mit seinem Fahrzeug, als ihn der Wind von der Straße drückte. Er krachte gegen einen Baum und wurde lebensgefährlich verletzt. Zu einer größeren Kollision kam es bei Diepholz. Hier prallte ein Lastwagen gegen einen Reisebus mit Grundschulkindern. Auch hier war der Wind die Ursache. Fünf Kinder und eine Erzieherin wurden leicht verletzt. Der Busfahrer und zwei Insassen des Lastwagens kamen ins Krankenhaus.

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