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Meine Stadt Studierende der Leibniz-Uni kritisieren Stellenkürzungen
Hannover Meine Stadt Studierende der Leibniz-Uni kritisieren Stellenkürzungen
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10:35 25.11.2016
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Hannover

Rund drei Dutzend Papiertüten- Träger verteilten Info-Blätter. Motto: „Das kommt uns nicht in die Tüte – gegen Stellenkürzungen und überfüllte Seminare an der Philosophischen Fakultät“. Organisiert worden war die rund zehnminütige Protestaktion von der Fachschaft Englisch. Zu ihr gehört auch Alexander Könemann. Der 24-Jährige studiert Englisch und Geschichte. Festmoderator Professor Dietmar Hübner verschob spontan den Beginn der Podiumsdiskussion – und reichte Könemann vor rund 300 Zuhörern im Lichthof für ein paar Minuten das Mikrofon. „Die Kernprofessur Englisch wurde gestrichen. Es gibt weniger Lehre, weniger Inhalt, weniger Grundlagen ...“, kritisierte Student Könemann den Lehrbetrieb der Leibniz-Uni (27 600 Studierende).

Unter den Protestierenden war auch Jordan Harbig. Der 21-Jährige studiert Englisch und Politikwissenschaften. Er moniert: „Früher gab es eine Vielzahl von Seminaren, doch die wurde massiv eingeschränkt. Darunter leidet die Attraktivität der Uni.“ Sein Kommilitone Könemann fügt an: „Das Englische Seminar ist ein konkretes Beispiel für das, was an der gesamten Philosophischen Fakultät passiert. Es geht um Stelleneinsparungen und darum, Absolventen günstiger zu produzieren.“ Harbig ergänzt: „Und das möglichst schnell.“ Mit Blick auf überfüllte Seminar-Räume – die Uni hat deshalb sogar einen Saal des hannoverschen Astor-Kinos als Ausweichquartier gemietet – meint der 21-Jährige: „Mit vollen Seminaren kann man leben. Uns geht’s mehr um die Vielfalt der Lehre.“ Seine Kommilitonin Sarah Garrelts (studiert Englisch und Geschichte) sieht das ähnlich. Die 24-Jährige lobt die Uni sogar für das Astor-Ausweichquartier, kritisiert aber auch die mangelnde „Qualität der Lehre“.

Die Uni selbst sieht kein Personalproblem. Sprecherin Mechtild von Münchhausen sagte der NP: „Wir passen unsere Kapazitäten der Nachfrage an. Die Englisch-Seminare sind nicht ausgelastet.“ Sie bedauerte, dass die Kritiker vor ihrer Aktion „kein Gespräch mit der Hochschulleitung gesucht haben“. Zudem gebe es regelmäßige Treffen zwischen der Hochschulleitung und der Studierendenvertretung Asta. Den Auftritt der Tüten-Träger von der Philosophischen Fakultät (5700 Studierende) kommentierte sie so: „Es ist auch die Rolle von Studierenden, Aufmerksamkeit zu erregen.“

Andreas Körlin

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