Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Darum streut Aha auch bei Plusgraden und Sonne Salz
Hannover Meine Stadt Darum streut Aha auch bei Plusgraden und Sonne Salz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 04.02.2018
GESALZEN: Streusalz hat sich in der Fußgängerzone Georgstraße in Hannover am Hinweis-Bodenschriftzug für den City-Radring angesammelt.  Quelle: Ralph Hübner
Anzeige
Hannover

 Trocken, Sonnenschein, die Temperatur deutlich über dem Gefrierpunkt – und dennoch fährt am späten Vormittag noch der Winterdienst von Aha durch die Region und streut Salz. Etwa auf dem Radweg vom Bemerode stadteinwärts. Oder es wurde schon früher am Tag gesalzen und mancher wundert sich, warum der eine oder andere Weg kräftig weißes Streugut zeitigt, Glätte aber nicht sichtbar ist. Etwa in der Innenstadt entlang der Fußgängerzone Georgstraße vom Kröpcke Richtung Steintor, die ebenfalls frisch gestreut scheint.

Aha-Sprecherin Helene Herich klärt auf: Aha-Mitarbeiter hätten gegen 7 Uhr an mehreren Stellen bei einer Bodentemperatur knapp unter einem Grad Celsius stellenweise überfrierende Nässe festgestellt, auch die Polizei habe derartiges gemeldet. „Aufgrund dieses Meldebildes wurde ein Streudurchgang gefahren“, sagt sie, und zwar für die als „verkehrswichtig“ eingestuften und mit dem Kriterium „Dringlichkeitsstufe 1“ versehenen Straßen und Wegen. Auch, weil erwartet wurde, dass es „bei Sonnenaufgang nochmal einen Kälteschub gibt und dementsprechend die Temperatur im Straßenbereich fällt“ – und damit unter den „Taupunkt“ fällt und Reifglätte oder überfrierende Nässe die Folge sein könnten. An sich herrscht in Hannover Salzverbot, erklärt Herich, Ausnahmen: Treppen und Rampen (Privatleute) sowie für Aha Hauptverkehrsstraßen, Krankenhauszufahrten, Feuerwachen, wichtigen Kreuzungen, Brücken und Steigungen, ausgewählte Radwege und Fußgängerzonen: „Dort dürfen wir zusätzlich in geringen Mengen Feuchtsalz aufbringen.“ Bei länger dauernden extreme Wetterverhältnissen kann jedoch der Oberbürgermeister Salzeinsatz für alle frei geben, „um akute Gefahrensituationen zu entschärfen“.

Im Übrigen verweist Herich darauf, dass seit Ende 2013 auf einigen Radwegen auch ein Solefahrzeug im Test unterwegs sei: Hier wird salzhaltige Flüssigkeit versprüht, die einen Salzanteil von 22 Prozent habe, es werde „kein Salz extra ausgebracht“, das würde „die Salzausbringung reduzieren“.

Die Messwerte der Wetterstation der Leibniz-Universität weisen übrigens für Herrenhausen für die vergangenen zwölf Tage keinen Minuswert auf (Messpunkt: zwei Meter über dem Boden).

Von RALPH HÜBNER

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige