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Meine Stadt Streusalz für Autobahnen wird knapp
Hannover Meine Stadt Streusalz für Autobahnen wird knapp
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12:52 13.01.2010
Auf den niedersächsischen Autobahnen wird das Streusalz knapp. Quelle: ap
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Hannover. Nach Angaben des für die Autobahnmeistereien zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gibt es derzeit trotz Nachlieferungen landesweit Engpässe und Einschränkungen beim Winterdienst auf den Autobahnen. „Salz ist ein knappes Gut, wir müssen damit haushalten“, sagte eine Behördensprecherin am Mittwoch in Hannover. Einzelne Städte und Gemeinden im gesamten Bundesgebiet hatten bereits zuvor Salzengpässe gemeldet. Die übergeordneten Straßenbaubehörden in den anderen Bundesländern meldeten am Mittwoch dagegen vorerst keine Einschränkungen bei der Versorgung.

Die Situation in den Streusalzlagern sei „etwa eng, aber nicht bedrohlich“, betonte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Landesbetriebs Straßenbau in Gelsenkirchen am Mittwoch. Es gebe kontinuierlich Nachlieferungen, auch wenn diese durchaus etwas höher ausfallen könnten. In Schleswig-Holstein verfügten die Autobahnmeistereien nach Angaben des Kieler Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr über Reserven von 15.000 bis 20.000 Tonnen. Das reiche erst einmal aus, sagte ein Sprecher. In der Tat laufe der Nachschub aktuell aber „etwas schleppend“. Auch in Hessen gab es laut Straßen- und Verkehrsverwaltung keine Probleme. Es gebe Lieferverträge, die auch kurzfristig den Nachschub sicherten.

Grund für die aktuellen Salzengpässe auf niedersächsischen Autobahnen waren nach Angaben der Behördensprecherin die seit Wochen anhaltenden flächendeckende Schneefälle im ganzen Land. Bereits jetzt hätten die Autobahnmeistereien mit etwa 100.000 Tonnen in etwa so viel Salz verbraucht wie sonst im ganzen Winter.

Ihren Angaben nach helfen sich die insgesamt 13 regionalen Betriebsbereiche gegenseitig, um die Versorgung der am stärksten betroffenen Regionen trotz der leeren Lager möglichst zu sichern. Trotzdem werden auf der Autobahn A7 zwischen Hannover und Hamburg nun streckenweise nur zwei von drei Fahrspuren je Richtung geräumt und gestreut. Auch der Winterdienst auf den Autobahnen A31, A28 und A280 in Ostfriesland ist eingeschränkt. Etwas Entspannung soll die für Freitag erwartete Ankunft eines ausländischen Frachters bringen, der den Lieferanten mehrerer niedersächsischen Autobahnmeistereien mit Extra-Salz versorgen soll.

Die deutschen Produzenten arbeiten nach Angaben des Verbands der Kali- und Salzindustrie (VKS) schon seit längerem an der Kapazitätsgrenze. Pro Tag würden hierzulande rund 45.000 Tonnen Salz hergestellt, sagte ein VKS-Sprecher am Mittwoch in Berlin. Eine Steigerung sei unmöglich. „Die gesamte Produktion geht derzeit im Prinzip direkt auf die Straße zu den Abnehmern.“ Die für Autobahnen und Hauptstrecken zuständigen Straßenmeistereien würden vertragsgemäß ohnehin bevorzugt beliefert. Engpässe gebe es nach Informationen des Verbands in erster Linie vereinzelt auf kommunaler Ebene in kleineren Gemeinden und Kreisen, die nicht genügend Salz für den im Vergleich zu den Vorjahren ungewöhnlich strengen Winter gelagert hätten. In Großstädten gebe es dagegen keine Schwierigkeiten. afp

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