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Meine Stadt Streit um den Weg der Regiobusse
Hannover Meine Stadt Streit um den Weg der Regiobusse
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19:53 09.02.2018
Streit um die Route: Wegen des Umbaus der D-Linie fahren die Regiobusse über den Cityring zum Raschplatz. Die Stadt will, dass das auch künftig so bleibt. Die Region hingegen setzt sich dafür ein, dass sie künftig wieder das Steintor ansteuern. Quelle: Foto: Franson
Hannover

Die Wortwahl war für Verwaltungsverhältnisse ungewöhnlich scharf: „Nicht mehr akzeptabel“ sei es, dass Regiobusse durch die Kurt-Schumacher-Straße führen, schrieb die Stadt in einer Stellungnahme an die Region. Deren Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz schoss zurück, die Forderung der Stadt gehe „an den Wünschen der Fahrgäste vorbei“. Ein Streit, der nun auch die Politik entzweit.

Die CDU in der Region will, dass die Sprinterlinien 300, 500 und 700 weiter durch die Kurt-Schumacher-Straße rollen. „Die aktuelle Streckenführung über das Steintor zum Hauptbahnhof muss bestehen bleiben. Es ist nicht nachvollziehbar, dass diese Premiumstrecke verändert werden soll“, erklärt Bernward Schlossarek, Fraktionschef der CDU in der Regionsversammlung.

Völlig anders sieht das sein Parteikollege Felix Blasch­zyk. Er sitzt für die CDU im Bauausschuss der Stadt und findet: „Die Busse gehören raus aus der Kurt-Schumacher-Straße.“ Die Re­gion habe die Probleme durch die weiterhin oberirdische Führung der D-Linie durch die Straße geschaffen: „Nun muss sie auch die Konsequenzen tragen.“ Vor allem zu Stoßzeiten würden die Busse zu sehr den Verkehr behindern.

Auch in der SPD gehen die Meinungen auseinander. Lars Kelich, verkehrspolitischer Sprecher der SPD im Rat der Stadt, ist der Meinung, „dass Busse nicht parallel zu den Stadtbahnen fahren sollten. Das sorgt nur für zusätzlichen Verkehr. Sie sollten stattdessen lieber Lücken schließen“, fordert er. Sein Parteigenosse Frank Straßburger, verkehrspolitischer Sprecher der SPD in der Regionsversammlung, ist jedoch „dagegen, dass die Busse nicht mehr das Steintor anfahren“. Er hält es für einen Fehler, ausgerechnet die Regiobus-Strecken mit den besten Fahrgastzahlen unattraktiver zu machen. Allerdings schlägt Straßburger auch vor, „mal genau zu untersuchen, wie viele Leute an welchen Haltestellen aussteigen. Dann hätten wir ganz konkrete Zahlen, über die wir reden könnten“.

Wegen des Umbaus der D-Linie fahren die Regiobusse über den Cityring direkt zum Raschplatz. Die Stadt will diese Regelung auch nach Abschluss der Arbeiten beibehalten. Sie argumentiert, dass das zu einer Verbesserung der Verkehrssituation führen werde.

Die Region hingegen will auch künftig die Regiobusse durch die Kurt-Schumacher-Straße rollen lassen. Zum einen, weil eine dauerhafte Linienführung über den Cityring Mehrkosten von jährlich rund 750 000 Euro verursache. Zum anderen, weil diese zu Fahrgastverlusten führe.

Von C. Bohnenkamp

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