Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Stiftungstag: Blattgold und Orgelspiel
Hannover Meine Stadt Stiftungstag: Blattgold und Orgelspiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 04.10.2015
Anzeige
Hannover

Die Klosterkammer ist eine der Stiftungen und Stiftungsverwaltungen, die gestern zum Europäischen Stiftungstag einen Blick hinter ihre Kulissen erlaubten. Dorothee Schraeder ist Praktikantin und will Restauratorin werden, ein anspruchsvolles Studium. Vor ihr liegen Befestigungsstangen von drei Kronleuchtern aus dem Kloster Ebstorf. Deren schmückende Kugeln sollen frisch vergoldet werden. Dafür hat Schraeder sie mit Leimöl vorbehandelt. Nun sind sie leicht klebrig. Schraeder legt das Goldblättchen auf und glättet die zahlreich entstandenen Fältchen mit einem Pinsel.

Die Klosterkammer verwaltet ehemals kirchliche Ländereien und Immobilien, die im Zuge der Reformation verstaatlicht wurden. Von Pacht- und Mieteinnahmen fließen jährlich drei Millionen Euro in soziale Projekte. Aber auch die 850 denkmalgeschützten Gebäude und 10 000 wertvollen Kunstschätze müssen erhalten werden.

Restaurierung war auch die Vision von Professor Andor Izsák, auch wenn das Gebäude, um das es ihm ging, nicht ganz so alt ist. Die Villa Seligmann an der Hohenzollernstraße war Anfang des 20. Jahrhunderts vom Conti-Gründer Siegmund Seligmann erbaut worden. Seit 2012 beherbergt sie neben der Siegmund-Seligmann-Stiftung das Europäische Zentrum für Jüdische Musik.

Launig führt Izsák die Besucher durch die riesigen Räume und erzählt die Geschichte ihrer früheren Bewohner, das Abenteuer der Restaurierung und vieles über die nun dort stehenden Orgeln und die jüdische Musik. Wobei sich der Klang der Synagogenorgeln stark von dem der klassischen Kirchenorgel unterscheidet. Davon überzeugen sich die Besucher, als Iszák nach einem wohlklingenden jüdischen Stück etwas von Bach spielt. Dafür ist das Instrument mit seiner Klangfarbe eher nicht geeignet.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sie haben ihre Eltern auf der Flucht oder im Krieg verloren – oder wurden von diesen losgeschickt, um im sicheren Europa Geld für die Familie zu verdienen. Rund 300 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge halten sich derzeit in Hannover auf. Die meisten von ihnen sind in stationären Wohnungen untergebracht. Nur in wenigen Fällen ist es bisher gelungen, diese in Pflegefamilien unterzubringen.

04.10.2015

Schwerer Unfall am Donnerstagnachmittag auf der B 217 zwischen Holtensen und Evestorf: Ein Autofahrer starb, ein zweiter erlitt schwerste Verletzungen.

01.10.2015

Ein Expertenbeirat in Hannover hat sich dafürausgesprochen, neun Straßen in der Stadt umzubenennen, weil ihre Namensgeber in das NS-Unrechtssystem verstrickt waren.

01.10.2015
Anzeige