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Polizeieinsatz in Hannover.

Polizeieinsatz in Hannover.
© (c) Christan Elsner - HAZ / NP

Verbrechen in Hannover:

Steuersünder sollen in Statistik

Wie kriminell ist es in der Landeshauptstadt? Geht es bei dieser Frage nur um Gewalt und Einbrüche? Und geht es nur um vermeintlich schlechte Wohngegenden oder auch Delikte in feinen Gegenden? Die Grünen im Landtag fordern jetzt, dass in Statistiken, die künftig die Verbrechen in einzelnen Stadtteilen zeigen, auch Steuerhinterziehung und Bilanzfälschung auftauchen sollen.

Hannover. In der Landeshauptstadt will die Polizei künftig veröffentlichten, wie viele Gewalttaten oder Überfälle es in welchem Stadtteil gibt (NP berichtete). Die Grünen im Landtag fordern jetzt: Auch Steuerhinterziehung oder Bilanzfälschung müssten für jedes Viertel aufgelistet werden.

Noch in diesem Jahr will die hannoversche Polizei die Daten erstmals für Stadteile veröffentlichen. Nicht unwahrscheinlich, dass das dann auch für andere Städte in Niedersachsen verlangt wird.

Helge Limburg, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Landtagsfraktion, fordert jetzt im Gespräch mit der NP, nicht nur Delikte auszuwählen, die möglicherweise in schlechten Wohngegenden häufig vorkommen, sonst gebe es möglicherweise tatsächlich eine Stigmatisierung.

Limburg: „Um hier kein Zerrbild zu erzeugen, sollten dann aber alle Kriminalitätsformen in die Statistik einbezogen werden. Also auch Steuerhinterziehung, Verkehrsdelikte, Aktien- und Anlagedelikte, Bilanzfälschung und ähnliches.“

Denn, so der Politiker: „Diese Delikte sind häufig mit einem großen Schaden für die Allgemeinheit verbunden. Auch hier könnte eine Aufschlüsselung nach Stadtteilen interessante Rückschlüsse ermöglichen.“

Mit der Erweiterung um solche Wohlstandsstraftaten halte er eine Veröffentlichung nach Stadtteile für möglich. Limburg weist allerdings darauf hin, dass die polizeiliche Kriminalstatistik nicht die tatsächlich verübten Straftaten zähle, sondern eine Statistik von Verdachtsfällen sei. „Dennoch ist nichts dagegen einzuwenden, sie auf einzelne Stadtteile herunterzubrechen, wenn das der Prävention vor Ort helfen kann.“

Die Debatte, in welcher Form die hannoversche Polizei ihre Statistik herausgibt, gibt es seit Jahren. Vor knapp einem Monat hatte die Behörde erstmals Zahlen für die Polizeidienststellen genannt, auf eine Anfrage der FDP im Landtag. Die NP hatte die Daten exklusiv veröffentlicht. SPD, CDU und FDP in Hannover sind für eine Stadtteil-Daten-Statistik.

Von Dirk altwig


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok