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Meine Stadt Steintor für Alle: Stadt startet Bürgerbeteiligung für den Platz
Hannover Meine Stadt Steintor für Alle: Stadt startet Bürgerbeteiligung für den Platz
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00:19 15.06.2018
Viel Interesse: Am Dienstag hat die Stadt die Bürgerbeteiligung für den Steintorplatz gestartet. Dabei soll auch ein Doppeldecker-Bus zum Einsatz kommen. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Nach dem großen Streit nun der Neuanfang: Am Dienstag hat die Stadt die Bürgerbeteiligung zum Steintorplatz gestartet. Für Stadtbaurat Uwe Bodemann soll es der „Schlussstein für die Entwicklung der westlichen Innenstadt“ sein. Sein Wunsch: Ein „Steintorplatz für Alle“. Mit dickem Filzstift schrieb er das auf eine große Tafel.

Andere wurden konkreter. Martin Prenzler, Geschäftsführer der Citygemeinschaft, erklärte in einer kleinen Diskussionsrunde mit Anliegern, dass der Platz „einen Knaller“ brauche. Im Laufe der Zeit sei dieser „schleichend zu einem Unort geworden“, der „nicht zum Verweilen einlädt“. Er erinnerte daran, dass der Platz eigentlich auch anders geplant gewesen sei. Ein einhundert Meter langes Wasserspiel, das es an dessen Rand geben sollte, sei nie verwirklicht worden.

Günter Evert, Verlagsleiter der Madsack-Mediengruppe, zu der auch die Neue Presse gehört, betonte, dass diese mit einem „Riesenaufwand“ derzeit das angrenzende Anzeiger-Hochhaus saniere. Der Standort in der Innenstadt sei Madsack wichtig. Deshalb begrüßte er auch, dass am Steintor etwas passiert. „Vielleicht kommt ja eine Skater-Bahn hierher“, schlug er vor. Geht es nach ihm, wird der Platz nicht bebaut. Das sahen auch die Meisten so, die zum Auftakt der Bürgerbeteiligung gekommen waren.

Allerdings nicht alle. „Mehr Dichte wagen“ hatte jemand auf einen Zettel geschrieben, auf denen das Büro Urban Catalyst erste Ideen zur Zukunft des Platzes sammelte. Die Berliner haben von der Stadt den Auftrag bekommen, die Bürgerbeteiligung zu organisieren.

Sie soll anders laufen als andere Beteiligungen, bei denen oft die gleichen, stadtbekannten Gesichter auftauchen. Um ein möglichst breites Stimmungsbild einzuholen, wird ein Doppeldecker-Bus der Agentur Endboss aus Hannover zum Einsatz kommen, die Urban Catalyst unterstützt. Zunächst wird dieser an den kommenden Wochenenden mehrere Plätze ansteuern, um dort über das Steintor ins Gespräch zu kommen.

Richtig rund gehen soll es in einer Aktionswoche vom 12. bis 16. September. Ideen sollen direkt als Modelle in die Tat umgesetzt werden. Zum Teil direkt auf dem Platz, zum Teil am Computer entworfen werden.

Es sei „wichtig ergebnisoffen an die Sache heranzugehen“, betonte Klaus Overmeyer, Geschäftsführer von Urban Catalyst. Es dürfe „keine Denk- und Sprechverbote“ geben.

Erika Heine nahm das zum Anlass für deutliche Kritik. „Wir werden ausgegrenzt. Niemand spricht mit uns“, beklagte die Obdachlose, die sich auch regelmäßig am Steintor aufhält. Sie hofft, dass wir „auf dem Platz eine Akzeptanz hinbekommen“. Dass dieser wirklich ein Platz für Alle wird.

Von Christian Bohnenkamp

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