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Meine Stadt Steintor: Notruf für Nachtschwärmer
Hannover Meine Stadt Steintor: Notruf für Nachtschwärmer
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00:20 21.01.2016
Aktion „Sicherheit der Gäste im Steintor“: Kritik von Polizei, Unterstützung von Frank Hanebuth.
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Hannover

Die Clubbetreiber bieten Kiez-Besuchern eine Notfallnummer an, die jeder wählen kann, der Opfer von Belästigung oder Diebstahl geworden ist. Die Initiatoren betonen, das Angebot sei präventiv. Die Polizei ist dennoch nicht erfreut: Sie sieht „solche Bestrebungen von privaten Anbietern sehr kritisch. Bei Hinweisen auf Straftaten oder Gefahrensituationen ist in erster Linie die Polizei über Notruf zu informieren“, so ein Sprecher.

„Da sich natürlich auch am Steintor – wie überall – die Anzahl der Migranten erhöht hat, wollen wir unseren Gästen einfach das Gefühl geben, dass Sie auch weiterhin sorglos feiern können und eventuellen Übergriffen egal welcher Art vorbeugen“, teilten die Wirte mit. Wer die Notfallnummer wähle, lande bei einem Security-Mitarbeiter, der Hilfe schicke. Die Hotline sei auch für Gäste da, die vom Sicherheitspersonal eine Begleitung zum Auto oder Taxi wünschen.
Laut Polizei sei bekannt, dass Mitglieder des ehemaligen Hells-Angels-Charters Hannover als Türsteher tätig sind: „Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei dem genannten ,Security Team‘ offenbar um einen losen Zusammenschluss von Türstehern im Steintorbereich. Es handelt sich nicht um ein zertifiziertes Sicherheitsunternehmen“, erklärte der Behördensprecher.

Auch ohne eine Dienststelle am Marstall analysiere die Polizei die Sicherheitslage im Steintorviertel mit hoher Priorität. Insbesondere an den Wochenenden würden dort verstärkt Sondereinsätze gefahren, die neben der Präsenz auch die Bekämpfung der Straßenkriminalität zum Ziel haben. Der Sprecher sagte deutlich: „Den Versuchen seitens privater, vermeintlicher Sicherheitsdienste als erster Ansprechpartner für Hilfe suchende Gäste zu fungieren, wird die Polizei durch die genannte sichtbare Präsenz entgegenwirken.“

Rückenwind für die Aktion „Sicherheit der Gäste am Steintor“ erhalten die Wirte aus Spanien. Der ehemalige Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth (51), der das Land wegen eines laufenden Strafverfahrens weiterhin nicht verlassen darf, hat den Flyer für die Aktion auf seiner Facebookseite gepostet. Über die Initiative der Steintor-Kollegen sagt er: „Ich finde es eine tolle Idee und unterstütze das zu 100 Prozent.“

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